Hallo liebe Eltern,
ich hoffe, dass dieser Sub der richtige für meine Frage ist. Falls nicht, verweist mich gerne noch einmal an einen passenderen Sub.
Es geht um Folgendes: Ich habe Schwangerschaftsdiabetes, was mich ehrlich gesagt ziemlich ärgert. Vor meinem Glukosetest habe ich damals gedankenlos Apfelschorle getrunken, wodurch mein Wert leicht erhöht war. Seitdem muss ich regelmäßig meinen Blutzucker messen und einmal im Monat zur Kontrolle ins Krankenhaus. Insulin musste ich nie spritzen, und meine Werte sind ansonsten immer tipptopp. Ich messe aktuell dreimal pro Woche.
Ich habe mich für die Geburt in einer Klinik angemeldet, in der ich mich sehr wohlfühle und die mir auch deutlich besser gefällt als die Klinik, in der ich meine Tochter bekommen habe. Dort wurde mir allerdings gesagt, dass mein Baby zwei Stunden nach der Entbindung für 24 Stunden auf die Kinderstation gebracht wird, damit dort regelmäßig der Blutzucker kontrolliert werden kann. In der anderen Klinik, in der ich damals entbunden habe, wurde das nicht so gehandhabt.
Morgen habe ich eine Blutentnahme und möchte das Thema dort noch einmal ganz genau ansprechen. Trotzdem macht mir die Vorstellung gerade unglaublich viel Angst. Ich möchte mein Baby wirklich nicht zwei Stunden nach der Geburt für 24 Stunden auf eine andere Station geben müssen, wenn es ihm ansonsten gut geht und es lediglich um die Blutzuckerkontrollen geht.
Ich bekomme außerdem einen Kaiserschnitt und werde mich dementsprechend nicht einfach selbstständig auf den Weg zur Kinderstation machen können. Ich weiß also gar nicht, wie das dann ablaufen würde und ob ich ihn überhaupt regelmäßig sehen könnte oder ob ich darauf angewiesen wäre, mit einem Rollstuhl zu ihm gebracht zu werden.
Ich finde den Gedanken einfach furchtbar. Ich möchte mein Baby nach der Geburt kennenlernen, es bei mir haben, stillen, Hautkontakt haben und diese ersten Stunden und den ersten Tag gemeinsam verbringen. Und dann soll er nach zwei Stunden plötzlich für 24 Stunden von mir getrennt werden. Ich habe große Angst, dass dadurch unsere erste Bindung beeinträchtigt wird.
Mir ist natürlich klar, dass notwendige medizinische Kontrollen wichtig sind. Ich möchte auch überhaupt nicht verhindern, dass sein Blutzucker kontrolliert wird. Ich frage mich nur, ob es nicht möglich wäre, die Kontrollen bei mir beziehungsweise im Rahmen des Rooming-in durchzuführen oder dass ich zumindest mit auf die Kinderstation darf und bei ihm sein kann.
Was mir zusätzlich Angst macht: Ich möchte natürlich nicht, dass mir das negativ ausgelegt wird, wenn ich sage, dass ich zwar mit den Kontrollen einverstanden bin, mein Baby aber trotzdem bei mir haben möchte. Ich habe wirklich Angst, dass jemand daraus macht, ich würde mich gegen medizinisch notwendige Maßnahmen stellen oder wäre nicht kooperativ. Und gerade weil ich ohnehin schon große Angst davor habe, dass mir mein Kind weggenommen werden könnte, macht mich dieser Gedanke zusätzlich fertig.
Deshalb wollte ich einfach mal fragen, ob jemand von euch so eine Situation kennt. Musste euer Baby wegen Schwangerschaftsdiabetes ebenfalls für 24 Stunden auf die Kinderstation?
Kann ich bei der Klinik wirklich darauf bestehen beziehungsweise zumindest deutlich sagen, dass ich möchte, dass mein Baby, sofern es medizinisch stabil ist, bei mir bleibt? Oder ist das tatsächlich etwas, worüber ich am Ende keine Entscheidung treffen kann?
Ich bin gerade wirklich ziemlich verzweifelt, weil der Kaiserschnitt schon in drei Tagen ist und mich die Vorstellung, mein Baby direkt nach der Geburt wieder für 24 Stunden abgeben zu müssen, gerade richtig fertig macht. :(
Und ja, ich kann zwar morgen mit den Menschen in der Klinik sprechen, aber die Angst und Trauer frisst mich gerade so auf..