r/Pflege • u/-AFKaro- • 8h ago
r/Pflege • u/Active-Break744 • 13h ago
Pflegekräfte mit Autismus, wo seit ihr?
Ich lese hier auf Reddit relativ häufig von Autist:innen, die beispielsweise in der Sozialen Arbeit tätig sind. Aber wo sind eigentlich die ganzen autistischen Pflegekräfte, die im Beruf strugglen?
Ich selbst bin Autist und habe eine Pflegestudium gemacht. Mittlerweile bin ich auf der Suche nach meinem beruflichen „Place to be“, weil ich merke, dass gerade die sozialen Anforderungen auf Dauer ziemlich belastend sein können.
Deshalb würde mich interessieren: In welchen Bereichen der Pflege bzw. des Gesundheitswesens arbeitet ihr? Habt ihr vielleicht Bereiche gefunden, die für euch besonders gut funktionieren – eventuell auch Büro-, Dokumentations- oder andere Tätigkeiten abseits der klassischen Pflege?
r/Pflege • u/Local_Objective_1676 • 17h ago
Pädagoge oder Pflegewissenschaftler (ANP)?
Ich bin fast fertig mit meinem Masterstudium und hab einfach so an Bildungszentrum beworben, um meinem Horizont zu erweitern. Ich war nervös, aber hat gut gelungen und hatte gutes Feedback vom Leiter.
Ich bin auch auf der Suche nach ANPstellen und hatte schon Paar Vorstellungsgespräche und es ist immer angeboten 60% als APNler (Büro) und 40% am Bett.
Jetzt weiß ich halt nicht ob ich Richtung Pädagogie gehe oder weiter am Bett aber mit speziellen Verantwortungen arbeite.
Ich plane auch Promotionsstudium zu machen aber bis dahin passt es nicht vll wenn ich noch im Krankenhaus arbeite..
Ich bin leider kein Muttersprachler deswegen habe ich Angst in Bildungszentrum zu arbeiten.
r/Pflege • u/Biolurk • 18h ago
Feiertagszuschlag steuerpflichtig? (TVÖD)
Für Feiertagsarbeit kriegt man ja 35% Zuschlag plus den Zeitzuschlag. Diesen kann man sich aber auch auszahlen lassen und bekommt dann nochmal 100%. Ich mache das immer, mir ist aber aufgefallen, dass in der Bezügemitteilung dafür immer Steuern und Sozialabgaben angefallen sind?! Sollte der nicht komplett abgabenfrei sein?
r/Pflege • u/MimeWes • 23h ago
Hilfe beim Umgang mit Kollegen?
Hey allerseits, ich hatte eine Situation mit einem Kollegen bei der Übergabe (1:1 Versorgung). Ich habe gerade stark Probleme diese Situation zu verarbeiten. Kollege war fast einen Monat im Urlaub gewesen und kam wieder. Ich schildere, dass aktuell nichts ansteht, bei der Patientin nichts akutes/ neues gibt was vorher nicht auch schon war, und, wenn sie nähere Informationen möchte gerne im Pflegebericht nachlesen kann.
Daraufhin wurde ich angeschrien ich sei unverschämt und würde dem Kollegen Informationen vorenthalten und, dass die Person doch keine drei Wochen Berichte lesen kann und auch nicht so ein gutes technisches Wissen habe, dass er die zurückliegenden Berichte lesen könnte (?).
Ich habe gefragt, was der Kollege als wichtige Information sieht die ich nicht übergeben würde.
(Sowas wie Krankenhausaufenthalt, Stürze, Medikamenteanpassungen etc.)
war alles nicht der Fall gewesen.
Ich habe mich daraufhin mehrfach wiederholt, dass ich über solche Dinge natürlich berichtet hätte.
Traf auf taube Ohren. Stattdessen wurde der Kollege persönlich und warf mir vor ich sei komisch und verschlossen, meine Übergaben seien knapp und ich gehe danach direkt/ würde nur meine Arbeit machen und sonst nichts extra.
Ich habe kurz erwähnt in den Berichten geht es um bekannte Probleme, aber nichts akutes - der Kollege sagt das interessiert den nicht.
Ich habe gefragt warum ich angeschrien werde - ich verstehe es nicht. Es wurde danach nur persönlicher.
Letztendlich habe ich nur noch einen schönen Dienst gewünscht und bin gegangen.
Danach hatte ich eine Panikattacke.
Ich komme mit diesem Verhalten überhaupt nicht klar und ich weiß nicht was ich tun soll?
r/Pflege • u/Feisty-Macaron-2415 • 1d ago
Wundexperte ICW® – Erfahrungen mit Weiterbildung und Prüfung !
Hallo zusammen 😊
ich mache gerade die Weiterbildung zum Wundexperten ICW® und würde mich sehr über Erfahrungen von Personen freuen, die die Weiterbildung bereits abgeschlossen haben.
Wie war die Weiterbildung für euch insgesamt?
Was fandet ihr eher einfach und was war besonders schwierig?
Mich würde vor allem interessieren:
Wie anspruchsvoll war die Prüfung?
Welche Themen kamen besonders häufig bzw. waren besonders wichtig?
Wie habt ihr euch auf die Prüfung vorbereitet?
Wie viel habt ihr dafür gelernt?
Wie war die Hausarbeit bzw. der praktische Teil?
Gibt es etwas, von dem ihr im Nachhinein sagt: „Darauf hätte ich mich besser vorbereiten sollen“?
Habt ihr vielleicht Tipps oder Lernmaterialien, die euch besonders geholfen haben?
Ich bin für jede Erfahrung und jeden Tipp sehr dankbar. 😊
Vielen Dank schon mal an alle, die sich die Zeit nehmen zu antworten!
r/Pflege • u/ParticularMission859 • 1d ago
Warum sind Leitungen so?
Diese Frage geht mir seit geraumer Zeit durch den Kopf und ich finde keine wirkliche Antwort.
Erstmal vorweg, was meine ich damit: Ich arbeite zurzeit auf meiner dritten Station bzw. im dritten Krankenhaus, immer im selben Bereich. Meine erste Leitung strahlte pure Kompetenz aus bei zugleich einer menschlichen Art und guter Verbindung zum Team. Sie wirkte nicht wie eine Leitung sondern war einfach eine vom Team welche alles am laufen hielt. Man hat sich gern auch mal den Arsch aufgerissen wenn ihrer bei Personalengpässen auf Grundeis lief.
Nachdem sie in Rente ging kam ein sehr junger Mann ans Ruder (29 Jahre alt). Natürlich ist es nicht leicht in dem Alter diese Position zu übernehmen. Der durchschnittliche Mitarbeiter im Team ist 20 Jahre älter und hat teilweise 25 Jahre mehr Berufserfahrung. Dennoch gab man ihm eine Chance da er immer hilfsbereit und zuverlässig war. Sehr schnell wendete sich jedoch das Blatt und es kristallisierte sich eine unschöne Distanz zwischen ihm und dem Team heraus, dafür aber eine extreme Nähe zur PDL seinerseits. Es wirkte nicht als würde er das Team repräsentieren sondern eher wie eine Mini-PDL, welche lieber mit dem Team kollidiert als mit den höheren Ebenen. Innerhalb kurzer Zeit dünnte such das Team extrem aus, auch das wurde belächelt, wird alles schon wieder waren lediglich seine Worte anstatt die Situation zu reflektieren. Plotttwist: Es wurde nicht wieder. Ich höre seit 2 Jahren nichts gutes mehr von dort.
Meine zweite Erfahrung war noch schlimmer: Ich gehe hier nicht weiter ins Detail. Aber die Leitung war auf einem Level unempathisch welches ich so noch nie erlebt habe. Es war völlig verrückt und hatte mich durch zusätzliche private Schicksalsschläge (welche ich im Team kommunizierte) völlig psychisch zermürbt. Ich gab meine Kündigung ab und der Grund machte die Runde. Im Zuge dessen sind innerhalb eines Jahres 20% des Teams weg, da sich die Leitung nach mir immer wieder neue Opfer suchte und dabei psychische Erkrankung herunterspielte oder gar rassistische Züge zeigte. Ganz zu schweigen von seinem bekannten Narzissmus.
Und nun zu meinem neuesten Fall: Leitung ist komplett distanziert vom Team weil alles was man sagt ggf. gegen einen verwendet wird. Ihre Kompetenz ist in ihren Augen (und das kommuniziert sie auch) der unseren himmelhoch überlegen. Sie setzt sich selbst in allen Bereichen als entscheidende Instanz an die Spitze. Bspw. gibt es eine SOP Gruppe mit 5 Mitgliedern. Wenn 4 davon eine Sache (basierend auf Evidenz) durchsetzen wollen, sie das aber anders sieht, dann wird nicht demokratisch entschieden sondern sie hat recht, Ende. Wenn wir einen kritischen Patienten haben und knapp besetzt sind übernimmt sie diesen, da sie ja am ehesten dafür geeignet ist. Sie suggeriert konstant das wir keine richtigen Intensivpfleger sind (da wir ein Dorfkrankenhaus sind sie kommt von minimal größeren Häusern). All das wird mit ihr kommuniziert aber es kommt bei ihr nicht an, bzw. verändert sie ihr Verhalten nicht. Die Krönung ist nun aber, dass sie teilweise hinterrücks Dinge über Kollegen verbreitet. All das wird jedoch keine Konsequenz außer Unzufriedenheit und Kündigungen haben, da sie gut mit der PDL ist.
Sorry, musste mal Luft ablassen. Vllt kennt ihr ja ähnliches und könnt euch das erklären? Meine Vermutung ist, dass man früher Leute aus dem Team zur Leitung gemacht hat, dadurch waren diese quasi auch bereits verwurzelt und es gab eine lockere Hierarchie. Mittlerweile geht es tendenziell eher um die Skills auf dem Papier, was ggf. in anderen Branchen funktioniert, aber in einem derart engen und teambasierten sowie psychologisch anspruchsvollen Bereich wie der Pflege noch nicht. Nicht falsch verstehen. Ich bin eigentlich Befürworter von akademisierung. Jedoch wäre es wahrscheinlich langfristig sinnvoller Leute aus dem eigenen Team zu nehmen (und diesen das Studium zu ermöglichen) und das Team quasi demokratisch wählen zu lassen, anstatt junge Kollegen oder gar fertig studierte von außen, welche oft aus Gründen nach einer neuen Stelle suchen
r/Pflege • u/DylanAP2018 • 1d ago
Ratschlag (Erfahrungen)
Hallo!
Ich überlege mir in die Dauernachtwache zu gehen. Am liebsten würde ich zu einem privaten Träger gehen, da man dort (finde ich) besser verhandeln kann.
Ich hab eine Einrichtung kennengelernt die 27€/std brutto zahlt und man damit mit Steuerklasse 1 mit ca 4k netto raus kommen würde (laut stammpersonal dort)
Ich frag mich jetzt wie üblich so ein Gehalt mittlerweile wäre? 🤔
Leider die Einrichtung ist zu weit weg von meinem Wohnort, sonst hätte ich mich dort längst beworben.
Meine Frage jetzt, die Nachtwachen unter Euch, wie viel verdient ihr pro std brutto und mit wie viel netto kommt ihr raus? Gerne auch generell Info welche Arbeitsbedingungen ihr habt. Gerne auch PN.
Ich möchte realistische Erwartungen haben bevor ich mich auf der Suche mach.
Ich bedanke mich im voraus:)
r/Pflege • u/Icy-Zookeepergame437 • 1d ago
Was verdient in eurer Region eine die übliche PDL?
Hi ich habe die 720er PDL Weiterbildung und bin aktuell als Stationsleitung im TVöD angestellt. Suche nach dem nächsten Schritt Richtung Karriere - Suche ich nach PDL-Stellen dann verdienen die lt. Google aber meist weniger als ich im TVöD obwohl die offensichtlich mehr Verantwortung wie ich tragen. Daher meine Frage: Was verdient die übliche PDL in eurer Region? Gerne Info mit Unternehmens- und unterstellter Teamgröße.
Liebe Grüße und vielen Dank fürs mitmachen! :-)
r/Pflege • u/TranslatorOther5301 • 1d ago
Plötzlich bettlägerig, wie schnell bekommt man einen Platz im Pflegeheim?
Hallo zusammen,
mein Vater (78) hatte vor 8 Jahren einen schweren Schlaganfall und ist seitdem pflegebedürftig. Die Pflege hat meine Mutter übernommen, da er zwar geistig und körperlich eingeschränkt war, aber zumindest noch in der Lage war sich innerhalb der Wohnung zu bewegen. Die Situation war bisher zwar sehr schwierig für sie, aber tragbar.
Die letzte Woche hat sich sein Zustand drastisch verschlechtert. Anfangs wollte er nichts essen, dann nichts trinken und auf einmal war er körperlich so schwach, dass er sich nicht einmal mehr im Bett drehen konnte. Deshalb liegt er aktuell im Krankenhaus.
Wir haben jetzt die Sorge, dass er nicht wieder zu Kräften kommt und nun komplett bettlägerig sein wird. Meine Mutter wohnt in einer Wohnung ohne Aufzug im 2. Stock, was eh schon immer eine Herausforderung war aber jetzt unlösbar scheint..
Meine Mutter sieht sich körperlich und mental nicht in der Lage einen bettlägerigen Mann zu pflegen.
Kann mir hier einer weiterhelfen und mir das weitere Vorgehen erklären? Wann müsste man sich um ein Pflegeheim kümmern? Ich vermute das Krankenhaus wird ihn bald entlassen, falls sie keine Behandlungsmöglichkeit für ihn haben. Was sollen wir dann machen?
r/Pflege • u/Lower-Pace-6211 • 1d ago
Probezeit Pflege nicht bestanden
Servus Community !
Ich brauche eure Meinung dazu :
Ich war 6 Monaten in der Probezeit in einer Psychiatrischen Klinik für die 3 jährige Ausbildung als Pflegefachmann . Gestern fand das Gespräch wegen der Probezeit statt .
Zum Hintergrund :
Ich war im Orientierungseinsatz auf geschlossenen gerontopsychiatrischen Station mit Demenzkranken , dann auf allgeimeinen GP . Früh hatte ich überhaupt keine Pflegeerfahrung , bin quasi Quereinsteiger in dem Bereich (nur ein 2wöchiges Praktikum in dem Betrieb vorher). Auf der Station habe ich von null angefangen , habe solide Kenntnisse erworben für den Anfang im Bereich Grundpflege , Umgang mit Patienten , Krankheitslehre , Hygiene , usw . Also alles was man im Unterkurs macht. Nur die Beziehung zu der Praxisanleiterin hat es nicht gepasst . Es gab keine Steitigkeiten , oder ähnliches . Ich habe immer die gleichen Aufgaben wie eine examinierte Pflegefachkraft , alles korrekt und richtig , keine Patientengefährdung oder ähnliches, und am Ende es wurden nur die Fehler ausgesucht und bewertet. Ich wollte einfach am Ende des Einsatzes wissen , als ich die Note bekam , was ich falsch gemacht habe und es wurde an die Leitung über mich gesagt , dass ich nicht kritikfähig bin und widerstand beim lernen leiste.
Zudem muss ich noch sagen , dass in der Gruppe der Azubis , die mit mir den Kurs angefangen haben , den einzigen Ausländer bin . Rundherum nur Deutsche , außer 3 Ärzte und 2 ältere Pflegekräfte.
Es hat sich das ganze so angehört , als würden mich einfach rausschmeißen . Mir wurden immer Steine in Weg gelegt , hohe pflegebedürftige Patienten zu Praxisübungen vorgestellt . Und wie gesagt , am Ende wurden nur Fehler ausgesucht .
Es wurde zu keinem Zeitpunkt erwähnt : ich war pünktlich zum Dienst , ich habe nie gefehlt , ich habe den Kollegen immer unterstützt , ich habe keine Patientengefährdung , keine Konflikte auch mit Kollegen oder Patienten .
Hattet ihr ähnliche Erfahrungen gemacht ? Oder ist nur bei mir so ?
r/Pflege • u/Zealousideal-Gene676 • 2d ago
Zurück in die Intensivpflege
Ich bin nun Ende 30 und bin nach 8 Jahren wieder in die Pflege zurück nachdem ich in anderen Branchen unterwegs war. Vor dem Pflexit arbeitete ich etwa 6 Jahre auf Intensiv und Imc.
Heute möchte ich zurück auf Intensiv, habe aber keine strukturierte Idee davon, was ich für eine aalglatte Integration in den Ablauf innerhalb der Einarbeitungszeit an Wissen parat haben sollte.
Also: was erwartet ihr von berufserfahrenen Neulingen?
r/Pflege • u/Slight-Ad9223 • 2d ago
Nachtwache
Habe hier vor kurzem einen Beitrag gesehen, der Langeweile in der Nachtschicht vorbeugen sollte. Ich dachte ich probiere auch mal mein Glück. Meine Beschäftigungen sind für die letzten zwei Wachen drauf gegangen.
Bin GuK in der Psych. Wer für Kurzweiligkeit sorgen möchte, Fragen hat oder auch Langeweile in der Nachtschicht ist herzlich eingeladen sich zu melden.
Grüße an Alle.
r/Pflege • u/Former-Guide3169 • 2d ago
Sachen/Ordnung in Kasacktaschen
Was tragt ihr immer mit euch mit? Habt ihr da eine Ordnung, was ihr in welcher Kasacktasche/Hosentasche habt?
Und habt ihr ein Smartphone dabei? Das soll bei uns im Heim bald eingeführt werden. Bin da skeptisch, ob das nicht nervig ist, so ein schweres Ding immer mitzuschleppen.
Bin noch neu in der Pflege und suche nach Inspiration für eine gute Ordnung, damit ich nicht immer so lange in den Taschen rumkramen muss. Daher danke schon mal für eure Beiträge :)
r/Pflege • u/TechnoRapQueen • 3d ago
Können wir bitte aufhören, über sexuelle Grenzüberschreitungen zu lachen?
Er diskutiert mit mir, weil ich ihm meine Hand nicht geben will. Erst als mein Tonfall energisch wird, sagt er grinsend: „Ich wollte Ihnen doch nur einen Handkuss geben.“
Angewidert verlasse ich das Zimmer und erzähle es am Stützpunkt. Sie lachen alle. Eine Kollegin macht einen Witz. Ich lache nicht und frage mich, ob ich zu empfindlich bin.
Ca. 2 Wochen später, anderes Haus, andere Menschen.
Der Bewohner erzählt meinem Kollegen irgendwas über „schöne blaue Augen“ und mir sackt das Blut in die Beine, denn ich weiß, dass er mich meint. Männliches Gelächter. Ich laufe weiter. Mein Kollege lacht immernoch, als er mir kurze Zeit später erzählt, der Bewohner sei „verliebt“ in mich und meine Augen. Ich hatte mich am Vortag mit ihm unterhalten und reagiere nun offenkundig angewidert. Der alte Mann ist etwa 50 Jahre älter als ich, war mir bis gerade sympathisch gewesen und es macht mich traurig, dass es nicht einfach ein nettes Gespräch bleiben durfte.
Heute lasse ich es nicht einfach stehen und spreche den Kollegen darauf an. Ich bitte ihn, in solchen Situationen klare Grenzen zu setzen und erkläre, wie eklig sich sowas anfühlt. Er rudert zurück, macht es größer als es sein muss, rechtfertigt sich. „Aber der Bewohner lernt es doch nicht mehr!“. Darum geht es nicht. Wieder erkläre ich.
Es bräuchte nicht viel.
- „Lassen Sie das bitte.“
- „So sprechen Sie nicht über meine Kollegin.“
- „Alles ok bei dir?“
Und schon würde es mir besser gehen statt schlechter. Es macht einen riesigen Unterschied, ob ich mich kurz gesehen fühle und Unterstützung erlebe, oder ob meine Grenzerfahrung zum Witz erklärt wird. Das eine gibt mir Rückenwind und hilft mir dabei, das Erlebte abzuschütteln. Das andere erschüttert mich innerlich direkt nochmal und dann bin ich allein damit.
Warum wird so oft gelacht in diesem Zusammenhang? Ich finde nichts daran witzig und habe keine Lust mehr, es entweder runterzuschlucken oder es anzusprechen und damit zu riskieren, fortan „die Schwierige“ zu sein.
Und ja, Belästigung „kommt eben vor“. Oft. Vielleicht ist mein Gegenüber krank, dement, durch Medikamente enthemmt, o.ä.
Aber das macht mein Unbehagen nicht kleiner.
Ich wünsche mir Rückendeckung. Gerade auch von meinen männlichen Kollegen. Denn wenn jemand meine Grenze überschreitet, möchte ich nicht auch noch erleben, dass ihr euch auf seine Seite stellt.
Und noch etwas: Männer, die Frauen belästigen, reagieren auf die klare Ansage eines Mannes oft ganz anders als auf meine.
Auch deshalb ist eure Haltung nicht nebensächlich.
Aber am Ende geht es mir nicht nur um Männer. Es verletzt genauso, wenn Kolleginnen solche Situationen weglachen.
Ich wünsche mir einfach, dass wir aufeinander achten. Dass wir merken, wenn jemand gerade nicht allein damit sein sollte. Und dass wir uns dann an die Seite dieser Person stellen.
Teilt gerne eure Gedanken und Erfahrungen dazu.
r/Pflege • u/Hyperio87 • 3d ago
Interessantes Gerichtsurteil mit Pflegekontext
Ich fand ja schon in der Ausbildung das mit dem "Mit einem Bein im Gefängnis" Narrativ immer hinterfragenswert und deswegen lese ich gerne Rechtsprechung mit medizinischem Kontext (bin ITS-Pfleger keine Anwalt)
Deswegen will ich hier mal ein bemerkenswerte Urteil vorstellen, der BGH hat kürzlich ein Urteil des Landgericht Berlin kassiert, der Sachverhalt war wie folgt:
"Nach Überzeugung des Gerichts hat der 56-Jährige (Arzt) im November 2021 und im Juli 2022 auf einer kardiologischen Intensivstation einen Patienten und eine Patientin (beide 73) jeweils mit einem überdosierten Narkosemittel getötet. Bei den Betroffenen habe es sich zwar jeweils um „Todgeweihte“ gehandelt, so der Richter. Es könne auch sein, dass bei beiden ein Umschalten von einer kurativen auf eine palliative Behandlung angezeigt gewesen sei. Das Mittel Propofol sei aber in einer Menge verabreicht worden, die bei Weitem das übersteige, was im Rahmen einer therapeutischen Behandlung denkbar sei. Auch sei so gut wie nichts dokumentiert, wie es in der Palliativmedizin sonst üblich sei.
Ins Visier der Ermittler war der 56-Jährige nach einem zunächst anonymen Hinweis einer jungen Krankenschwester gekommen. Nach Charité-Angaben war dieser im Rahmen einer Art Whistleblower-System mit Vertrauensanwälten eingegangen. Dorthin können sich Beschäftigte der Klinik wenden, die etwa Ungereimtheiten bemerken.
Mitangeklagt in dem Fall war eine Krankenschwester wegen Beihilfe zum Totschlag in einem Fall. Gegen die 39-Jährige hatte das Gericht das Verfahren nach viermonatigem Prozess gegen eine Geldauflage von 1500 Euro eingestellt. In ihrem Fall komme kein vorsätzliches Handeln in Betracht, begründete das Gericht damals."
Dafür gab es dann 4 Jahre wegen minder schweren Todschlags dieses Urteil hatte vorm BGH keinen Bestand im BGH Urteil sind auch die genauen Details zu finden https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/Strafsenate/5_StS/2024/5_StR_738-24.pdf?__blob=publicationFile&v=4
"Der Angeklagte nahm an, dass der Tod des Patienten B. unabwendbar bevorstand, der Zeitpunkt seines Ablebens jedoch nicht berechenbar war. Aus Anteilnahme für den Patienten und dessen Angehörige, die er nicht auf unbestimmte Zeit mit der Aussicht des sicher bevorstehenden Todes konfrontiert sehen wollte, entschloss er sich, den „würdigen Abschluss des Lebens“ des Patienten nicht in die nächste Schicht „weiterzuschieben“, sondern den Tod sogleich 5 6 - 6 - und damit schneller als bei natürlichem Fortgang der Dinge herbeizuführen. In Umsetzung seiner Absicht wandte sich der Angeklagte an die unmittelbar am Perfusor stehende ehemalige Mitangeklagte W. ; im Raum waren zudem drei weitere Krankenschwestern anwesend. Er forderte die frühere Mitangeklagte für alle im Raum wahrnehmbar auf, die volle Propofolspritze aus dem Perfusor zu entnehmen und mit dieser dem Patienten 500 mg Propofol über den Zugang am Hals zu verabreichen. Sie zögerte einen Moment, worauf der Angeklagte seine Aufforderung wiederholte. Nun befolgte sie die Anweisung. Dabei erkannte sie – wie vom Angeklagten vorhergesehen – „wegen der sehr hohen und deshalb potentiell tödlichen Propofoldosis und der ungewöhnlichen Entnahme der Spritze aus dem Perfusor die medizinische Fragwürdigkeit der Anordnung, ging aber im Vertrauen auf die große Erfahrung des Angeklagten von einer ihr mangels ärztlicher Ausbildung unbekannten medizinischen Rechtfertigung aus und verzichtete daher auf Nachfragen.“ B. starb höchstens fünf Minuten später an einem durch das Propofol ausgelösten Herzstillstand. In der Patientenakte vermerkte der Angeklagte die Gabe von Propofol zum Therapieende, ließ dabei die verabreichte Menge jedoch bewusst unerwähnt."
Der BGH befand das die Mordmerkmale nicht genug geprüft wurden der entscheidene Punkt ist wohl ob Heimtücke vorlag, die wohl nicht vorliegt wenn schutzbereite Dritte anwesend sind ob dies anwesenden Pflegekräfte "schutzbereit" waren ist wohl Kern der unterschiedlichen Rechtsaufassungen zwischen Landgericht und BGH
"Das Landgericht hat sich an diesen Grundsätzen orientiert und für die Frage der Arglosigkeit im Fall 1 sowohl auf die frühere Mitangeklagte W. als auch auf die weiteren anwesenden Krankenschwestern und im Fall 2 auf die allein anwesende Pflegerin J. als schutzbereite Dritte abgestellt. Im Fall 1 habe der Angeklagte die frühere Mitangeklagte „in aller Offenheit und ohne ‚Überrumpelung‘ durch besonderen Zeitdruck, Ablenkung oder Täuschung“ zu der „tödlichen Propofolgabe“ angewiesen. Auch im Fall 2 habe der Angeklagte bei den zwei Propofolgaben gegenüber der Krankenschwester J. „offen“ agiert, sein Tun verbal begleitet und keine Anstrengungen unternommen, sein Handeln zu verbergen. Bei beiden Tötungen hat die Strafkammer daher angenommen, dass der Angriff „auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ der Patienten so 16 17 - 11 - offen vorgenommen worden sei, dass die anwesenden Pflegerinnen diesem gegenüber nicht arglos gewesen seien.
c) Die Verneinung einer Arglosigkeit wird in beiden Fällen durch die Urteilsgründe nicht getragen, da ausreichende Feststellungen zum subjektiven Vorstellungsbild der potentiell schutzbereiten Personen fehlen. Daher bleibt offen, inwieweit diese mit einem gegen das Leben oder die körperliche Unversehrtheit der Patienten gerichteten erheblichen Angriff rechneten. Die Urteilsgründe teilen hierzu lediglich mit, dass sowohl die ehemalige Mitangeklagte W. als auch die Krankenschwester J. die „medizinische Fragwürdigkeit“ der Propofolgaben erkannten, zugleich aber von einer „medizinischen Rechtfertigung“ ausgingen oder eine solche „für möglich“ hielten."
Die den Fall an die Ombudsstelle meldende Pflegekraft war wohl nicht im Raum wohl aber mehrere Pflegekräfte gegen die keine Anklage erhoben wurde und die Anklage gegen die Pflegerin die 500mg Propofol auf mündliche Anordnung gespritzt hatte wurde ja eingestellt gegen 1500 Euro
Meine bescheidene Meinung aus der Praxis: Niemand der auf ITS arbeitet weiß nicht was die Bolusgabe 500mg Propofol bedeuten und der ganze Ablauf klingt sehr routiniert....wie gesagt ein interessanter Fall von Garantenstellung und fraglichem Übernahmeverschulden, ein Berufsverbot gab es für den Arzt nicht
r/Pflege • u/General_Log3619 • 3d ago
Wieso wird in der Pflege so viel gelästert?
Ich verstehe nicht, wieso Sachen nicht einfach kollegialer und ehrlicher sein können. Ich hatte ein Praktikum von 6 Monaten in der Pflege gemacht und war immer wieder überrascht, wie viel in den Übergaben gelästert wird. Und ich meine nicht über Patienten, sondern auch über Kollegen. Teilweise auch so, dass die das theoretisch hören können, zb mit offener Tür.
Ich finde es schade, die Pflege als so einen Beruf kennengelernt zu haben, wo man wirklich aufpassen muss, was man sagt & vieles in den falschen Hals genommen wird. Da habe ich etliche Geschichten zu erzählen. Dabei gibt es auch viele wunderbare Menschen, wo ich sehr dankbar war, sie in mein Team gezählt zu haben und hätte mich auch als Patient über diese Menschen bedanken können. Dennoch bin ich verdutzt , wie viele verbitterte Menschen in der Pflege arbeiten und jüngere Menschen so herumkommandierend und überheblich behandeln, und sich dann über ein distanziertes Verhalten wundern.
Habt ihr selber solche Erfahrungen gemacht und wie seid ihr damit umgegangen? Wie nimmt man sich sowas nicht zu Herzen und wie geht man am besten in so einem Team um?
r/Pflege • u/Murky-Dimension-2549 • 3d ago
Pflegepraktikum
Hey Leute, ich hatte damals ein echt schlechtes Pflegepraktikum. Und ich hätte sehr gerne früher gewusst, wie es anderen Pflegepraktikanten vor mir ergangen ist. Deswegen gibt es jetzt https://www.pflegepraktikum-ranking.de/. Kann man easy in unter 2 min ausfüllen und anderen zukünftigen Pflegepraktikanten echt was gutes tun :)
r/Pflege • u/Ok_Cut4090 • 4d ago
A*D-Dulli aus Sachsen-Anhalt behauptet Pflegekräfte würden die Landtagswahl manipulieren.
altenheim.netSpitzenkandidat Siegmund von der AfD stellt Pflegekräfte unter Generalverdacht für Briefwahlbetrug und bittet gleichzeitig Sympathisanten Gesinnungsschnüffelei in Pflegeeinrichtungen zu betreiben. Im gleichen Atemzug räumt er ein das nicht beweisen zu können.
r/Pflege • u/Necessary-Baker-2821 • 4d ago
Aus Interesse im OP dabei sein
Von Azubis weiß ich, dass sie in den OP dürfen, aber wie schaut es eigentlich mich Fachkräften aus? Darf/kann ich z.B. in meiner Freizeit immer wieder mal aus Interesse bei OPs zuschauen?
r/Pflege • u/ArtIndependent9888 • 4d ago