Hallo zusammen.
Zu meiner Story:
Ich habe 2016 als Quereinsteiger die Ausbildung zum mittleren Dienst Finanzverwaltung in Bayern angetreten.
Trotz Abitur "nur" mittlerer Dienst weil ich schon damals zu lange aus dem Lernen draußen war und mir mehr nicht zugetraut habe.
Lief ziemlich gut, Probezeitverkürzung und Ausstiegseignung. Erstversetzung war sehr ungünstig, aber ich kam über einen Versetzungsantrag nach einem Jahr an mein Wunschamt. All das gemeinsam mit meiner jetzigen Frau (exakt selber Job, macht jetzt auch den Aufstieg). Über die Jahre habe ich in dem Amt richtig Fuß gefasst, Freunde gefunden, einen Ruf erworben. Aber auch mehrere Stellenwechsel durchlaufen (strukturbedingt). Ich bin also irgendwie nie wirklich irgendwo angekommen.
2023 dann intern den Aufstieg angefangen, jetzt beendet (nicht ganz, die mündliche Prüfung fehlt noch, ist in 11 Tagen). Ich bin jetzt 41 und echt fertig, das Studium hat mir viel abverlangt. Auch die Zeit vorher, das waren alles große Umstellungen.
Ich hab mich richtig erlöst gefühlt nachdem ich erfahren habe dass ich die Inspektorenprüfung bestanden habe. Dachte jetzt kann ich endlich Mal runter kommen und mich einrichten, meine eigene Stelle strukturieren und einfach nur arbeiten.
Heute habe ich erfahren dass ich versetzt werde. Organisatorisch okay, sehr nahe, ungefähr so nahe wie das andere.
Vor, und auch während des Studium hieß es das wäre nahezu ausgeschlossen. Hätte ich das gewusst hätte ich es gelassen.
Ich bin wirklich am Ende deshalb, meine Frau auch. Wir waren bisher immer zusammen, haben gemeinsam mit anderen Kollegen Mittag gemacht, sind zusammen in die Arbeit und zurück gelaufen usw. Das ist ein großes Stück das und ausmacht.
Ich glaube ich habe überhaupt keine Chance was daran zu ändern. Aber ich wollte es loswerden. Und vielleicht versteht mich ja der Eine oder Andere. Oder wäscht mir den Kopf.