r/fireGermany 10h ago

Frage / Hilfe Vergessen wir alle das Pflegeheim?

15 Upvotes

Ich habe vor Kurzem einen Zeitungsartikel über den Eigenanteil im Pflegeheim gelesen und mich ob der Höhe gewundert, dass das in allen Berechnungen zu FIRE nie wirklich groß einfließt.

Der Durchschnitt des Eigenanteils liegt derzeit bei 3.364€ (https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/pflegekosten-gestiegen-100.html). Und trotz steigendem Anteils der Erstattung in den Folgejahren, bleibt der Eigenanteil ziemlich hoch (https://www.vdek.com/presse/pressemitteilungen/2026/eigenanteile-pflegeheim-auswertung.html):

ab 12 Monaten: 2.947€ ab 24 Monaten: 2.551€ ab 36 Monaten: 2.056€

Wir reden hier vom Durchschnitt. Die meisten Menschen mit der Möglichkeit von Fire werden in Regionen mit Kosten über dem Durchschnitt leben.

Betrachtet man das Medianvermögen in Deutschland, geht einem großen Teil der Pflegebedürftigen schnell das Geld aus und die Sozialhilfe springt ein. Das sollte aber mit FIRE nicht mein Ziel sein. Mit dem vermutlich unausweichlichen weiteren Anstieg des Eigenanteils bei Leuten mit Vermögen, mache ich mir durchaus Gedanken, ob die meisten Fire-Zielwerte hoch genug sind.

Müsste man nicht locker 150-200k allein für das Pflegeheim einplanen?


r/fireGermany 3h ago

Frage / Hilfe Von FIRE zu Barista FIRE mit Eigentumswohnung

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Hi, mein Plan war ursprünglich FIRE. Hab auch lang mit Kaufen oder Mieten Rechnern hin und her gerechnet. Und auch wenn mieten oft finanziell besser ist, glaube ich, dass mir eine Eigentumswohnung doch auch nochmal viel Sicherheit geben kann. Da wo ich wohne sind die Mieten Mittlerweile enorm und die mietverträge eig alle befristet. Hätte auch gerne bisschen mehr Platz für ein Haustier.

Mittlerweile habe ich 200k Depot und zusätzlich auch noch bisschen was an Cash aber spüre davon im Alltag wenig.

Nun ist meine Idee, demnächst eine Eigentumswohnung (für ca 250k) zu kaufen und die auch baldmal abzuzahlen. Ggf Erbe ich auch noch eine andere Wohnung, aber damit will ich nicht rechnen.

Plan wäre dann ca. 300k Depot, dann vermehrt Eigentumswohnung abzahlen und Stunden zu reduzieren.

Meine Ausgaben mit Miete sind derzeit bei insgesamt 1000€ pro Monat. Also denke, dann werde ich ruhig auch Stunden reduzieren können.

Was meint ihr? Geht's wem ähnlich und er strebt auch Eigentum mit FIRE an, auch wenn finanziell vll nicht das beste?


r/fireGermany 18h ago

Frage / Hilfe M30, 300k Depot, 6 Monate bei voller Bezahlung freigestellt. Was würdet ihr tun?

15 Upvotes

Hallo liebe Fire Community, ich denke das ich hier richtig bin. Ich bin auf dem Weg zu FIRE (M30, 300k ETFs) und bin die nächsten 6 Monate wegen betriebsbedingter Kündigung (bei vollem Gehalt) freigestellt. Muss ab heute nicht mehr in die Arbeit. Jetzt stellt sich mir die Frage, was ich denn die nächsten 6 Monate machen soll. Problem meine Frau arbeitet weiter. Ideen die ich hätte:
- Reisen ✈️
- Work and travel Australien 🇦🇺
- Selbstständigkeit ausprobieren
- Bewerben damit ich gar nicht ins ALG1 komme
- weiterbilden
Bitte gebt mit eure Ideen? Ich würde mich über Inspiration sehr freuen.


r/fireGermany 1d ago

Frage / Hilfe FIRE oder Kinder?

19 Upvotes

Moin,

vielleicht haben andere ja ähnliche Gedanken oder bereits das Thema durchgemacht und mögen beitragen:

Habt ihr euch zwischen FIRE und Kinderkriegen entschieden?

Ich sehe es so: In einem normalen Angestelltenverhältnis ist beides zusammen nicht möglich. Durch guten Job und Glück, bin ich auf Kurs mit Mitte 40 sehr entspannt Fat FIRE machen zu können - in Asien.

In Deutschland eher lean FIRE. Mit Kindern weder noch.

Muss mich langsam beim Thema Kinder entscheiden und frage mich seit Jahren, was da der Weg ist. Einerseits sind Kinder für viele sehr sinnstiftend, andererseits habe ich die seltene Möglichkeit, ein Leben zu führen, von dem 99% der Menschen nur träumen können.

Natürlich ist das eine hochindividuelle Frage, aber mich würden eure Gedanken und euer Thought Process interessieren. Lieben Dank!


r/fireGermany 1d ago

Frage / Hilfe 28/60k Vermögen/Arbeiter/2k+ Sparrate

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Hi liebe FIRE-Gemeinde!

Kurz zu mir: Ich bin 28, männlich und klassischer Arbeiter. Ich bin seit meiner Ausbildung mit 17 im selben Unternehmen, arbeite als Servicetechniker und habe viel Zeit in meine berufliche Ausbildung investiert. Ich lebe in einer Einliegerwohnung meiner Eltern.

Ich möchte weniger eine klassische Einschätzung im Sinne von „Ist FIRE bei mir möglich?“ und vielmehr eine Einschätzung von außen sowie mögliche Kritikpunkte und Anregungen.

Meine finanzielle Reise begann leider erst vor nicht einmal zwei Jahren. Seit ich angefangen habe, Geld zu verdienen, war ich ein ziemliches Konsumopfer und habe – abgesehen von einer sehr schlechten Versicherung – all die Jahre nichts gespart: Autos, Motorräder, teure Klamotten, Konsumkredite – you name it.

2024 ist mein Gehalt etwas gestiegen und ich habe den Absprung geschafft. Ich habe meine Einstellung zu Geld und Konsum geändert und bis zum Ende des Jahres alle Schulden beglichen. Danach habe ich ein Depot eröffnet, meine Konten neu strukturiert etc.

Aktueller Stand:

  • ca. 40k in ETFs
  • ca. 10k in Versicherungen; eine davon kann ich nächstes Jahr auflösen und umschichten
  • ca. 10k Cash auf dem TR-Konto
  • Gehalt: durchschnittlich ca. 4.200 € netto
  • Fixkosten: ca. 700 €
  • Lebenshaltungskosten: ca. 700–800 €
  • Sparrate: aktuell ca. 2.000–2.500 € monatlich

Der Großteil meines Überschusses fließt aktuell in den Vanguard FTSE All-World (A2PKXG).

Immobilie

Innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre werde ich voraussichtlich das Einfamilienhaus meiner Eltern übernehmen. Meine Geschwister haben kein Interesse daran und werden als Ausgleich eine Geldschenkung erhalten.

Eigenkapital für den Kauf einer eigenen Immobilie wird daher planmäßig keine Rolle spielen. Trotzdem bin ich unsicher, ob ich meine Reserven im Hinblick auf die Hausübernahme, mögliche Instandhaltungskosten und eventuelle spätere Umbauten vergrößern sollte.

Mein langfristiger Plan

Mein Wunsch wäre es, mit 40 zumindest eine gewisse Entscheidungsfreiheit zu besitzen und eventuell in Richtung Coast FIRE zu gehen.

Der Plan wäre, bis dahin weiterhin monatlich mindestens 2.000 € zu investieren. Bei einer bewusst konservativ angesetzten durchschnittlichen Rendite von 5 % sollte das Depot mit 40 ungefähr bei plus/minus 500k stehen.

Ab diesem Zeitpunkt würde ich gerne meine Arbeitszeit reduzieren, meine laufenden Lebenshaltungskosten weiterhin durch mein Gehalt decken und das Depot ohne weitere Einzahlungen wachsen lassen.

Ab 50 würde ich dann gerne von ungefähr 20–25k jährlicher Entnahme leben.

Ist es wirklich so einfach?

Behalte ich meinen sehr sicheren Job, der mir neben dem guten Einkommen auch meinen Seelenfrieden nicht raubt, investiere weiterhin monatlich 2.000 € oder mehr und lebe ansonsten mein Leben weiter?

Haltet ihr Coast FIRE mit 40 und eine Entnahme von 20–25k jährlich ab 50 unter diesen Voraussetzungen für realistisch?

Welche Risiken oder Kosten übersehe ich möglicherweise? Das Thema Versicherungen ist mir bereits bewusst.

Sollte ich mich noch gezielt weiterbilden oder versuchen, mein Einkommen weiter zu erhöhen – oder ist der zusätzliche Nutzen davon bei meiner aktuellen Sparrate eher begrenzt?

Kinder sind nicht geplant, eine Partnerin habe ich.


r/fireGermany 2d ago

Strategie & Depot 610k Depot - Arbeitsumfeld sehr unangenehm - Wie knapp ist es?

29 Upvotes

Hallo zusammen,

ich gehe zwar erst auf die 46 zu, mein Arbeitsumfeld ist aber extrem schwierig geworden (Branche + Unternehmen + Arbeitsaufgaben) und hat mit dafür gesorgt das ich u.a. deswegen bereits in psych. Behandlung war.

Keine Verpflichtungen wie Kinder und derzeit nur wegen des Jobs Miete für Wohnung am Arbeitsort (hab sonst noch eine Wohnung im Elternhaus).

Meine Ausgaben (inkl. Miete) habe ich immer auf ca. 700-800€ pro Monat drücken können. (allerdings hatte ich immer die Perspektive das ich ja deutlich mehr Einkommen für Ausgaben hab und auch könnte wenn es sein muss)

Ich konnte bisher immer gut 2500€ pro Monat zurücklegen. Mein ETF Depot ist aber nur bei 610k € (habe leider sehr spät mit investieren angefangen - angespart d.h. bisher nichts geerbt) und davon daher nur 30% Renditeanteil.

Rentenansprüche sind jetzt nicht rosig (glaube so 950€ wenn ich nicht weiter einzahlen würde) - macht es Sinn später ohne Einkommen freiwillig Mindestbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen (für Anzahl der Beitragsjahre - derzeit 23)?

Jobwechsel schwierig, da ich vornehmlich in der Branche auskenne und es dort absolut düster aussieht.

Leider versucht der AG seit geraumer Zeit Personal loszuwerden das lässt das Hamsterrad noch unangenehmer werden. Langsamer treten - da steigt die Gefahr gefühlsmäßig nochmal deutlich an auch rauszufliegen (was ich eh schon befürchte).

Folge wäre (bestenfalls auch minimale Abfindung) noch +6 Monate wegen Kündigungsfrist und dann max. 12Monate ALG1 (danach nix mehr).

Was würdet ihr tun bzw. wie knapp ist es?


r/fireGermany 1d ago

Frage / Hilfe 32M, 350k Depot + 200k Immobilie, bereit für FIRE?

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Hallo zusammen,

Kurze Angaben zu mir:

  • 32M, verwitwet, keine Kinder
  • 40h Job, 3200€ Netto/Monat (kein HomeOffice)
  • 350k Depot und 10k Notgroschen
  • Wohne allein in eigener Immobilie (400k€, davon noch 200k€ Hypothek zu 1,5% Zinsen 25 Jahre fest)
  • Erbe in Zukunft (in 20-30 Jahren die Immobilie meiner Eltern, jetziger Wert 300k€, komplett abbezahlt, bin Einzelkind)
  • Monatliche Ausgaben: 2100€, keine Schulden

Hier kommt nun das grösste Standbein für meine FIRE Überlegung:

Ich bekomme eine Witwernrente. Diese beträgt 3200€ Brutto/Monat und wird jährlich um 0.5% erhöht. Ab meinem Renteneintrittsalter (wahrscheinlich 67 Jahre) fällt diese dann auf 50% des dann geltenden Wertes zurück, wahrscheinlich 1900€ Brutto/Monat.

Ich möchte sowieso meine Stunden auf der Arbeit reduzieren um ein besseres Work-Life Balance zu schaffen. Ich merke, dass 2 Tage Wochenende einfach zu kurz sind um sich richtig zu erhohlen und möchte darum bald auf 32h wechseln und Freitags nicht mehr arbeiten. 4 Tage Arbeit; 3 Tage Wochenende.

Nun habe ich mich in letzter Zeit etwas mehr mit FIRE beschäftigt und frage mich ob ich auch direkt den Schritt zu FIRE machen kann anstatt zu Teilzeit zu wechseln. Mit der "Luxusposition" der Witwernrente ist mir die Sicherheit eines Grundeinkommens ja gegeben. Diese deckt jedoch meine monatlichen Ausgaben nicht und deshalb bin ich eher vorsichtig um überhaupt mit dem Gedanken des FIRE's zu spielen.
Jetzt stelle ich mir folgende Fragen:

  • Jetzt noch durchhalten, das Depot maximal besparen und dann später wenn Frau und Kinder da sind erst FIRE?
  • Einfach den Job kündigen, 1-2 Jahre ausprobieren wie das FIRE Dasein so ist und zur Not wieder (Teilzeit) arbeiten gehen? Bekommt man dann wieder leicht einen vergleichbaren Job? Wie erklärt man die Lücke im Lebenslauf?
  • Was wenn ich in Zukunft Frau und Kinder habe? Kann mein Depot dies auch tragen?
  • Emigration ins Ausland ist für mich nicht abwägig. Da wäre Spanien oder Italien zum Beispiel eine Option. Ich habe bereits Freunde dort und bin oft neidisch auf deren Alltag und Lebenskosten. In diesen Ländern ist das Depot ja auch direkt nochmal "mehr Wert".
  • Wenn man den Schritt zu FIRE macht, was sagt man dann zu Freunden und Familie? Spielt man da mit offenen Karten oder tut man (zeitlich) so als würde man noch arbeiten und sagt dann alle paar Jahre, man hätte seine Stunden wieder reduziert?
  • Wie macht man das beim Dating? Man möchte ja keine klassichen "Golddigger" anlocken. Wann sagt man, dass man FIRE ist? Nach ein paar Monaten? Nach Jahren? Wann legt man überhaupt seine Finanzen offen bei einem neuen Partner, wenn man sich erst im "mittleren Alter" kennenlernt?
  • Ich stelle mir vor, dass 0% arbeiten auch irgendwann langweilig werden kann? Gibt es Arbeitgeber die mich in meinem Job (siehe unten) zum Beispiel fur 8-16h/Woche einstellen würden? Oder bleiben bei diesen geringen Stunden immer nur Baristatätigkeiten eine Option?
  • Eine eher abstrakte Überlegung: Jedes Jahr 6 Monate FREI (ist ja auch FIRE wenn man Legastheniker ist /s) und 6 Monate arbeiten. Gibt es Arbeitgeber die sowas mitmachen oder muss man sich dann jedes Jahr eine neue Arbeitsstelle suchen?

Ich bin bei meinem jetzigen Job eigentlich zufrieden mit den Tätigkeiten, mir fehlt aber die Wertschätzung meiner Vorgesetzten und die Bezahlung ist auch eher unterdurchschnittlich. Ich bin Dipl.-Ing. im Maschinenbau mit 7 Jahren Berufserfahrung in der R&D im Sondermaschinenbau.

Ich bin gespannt was Ihr zu meiner Situation sagt und welche Tipps und Tricks ihr mir geben könnt. Sehe ich alles zu kritisch? Übersehe ich etwas? Bin ich doch schon bereit? Ist das Ausland doch nicht so schön wie es klingt?
Bei Fragen stehe ich auch offen für mehr Details und Antworten.


r/fireGermany 1d ago

Frage / Hilfe Fire mit 28: Wegzug oder in Deutschland bleiben?

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Liebe Fire Community,

ich freu mich, Teil von euch zu sein. Ich habe durch einen Unternehmensverkauf und hohes Einkommen in den letzten Jahren ca. 5,5 Mio € Nettovermögen aufgebaut und würde nun als Privatier mein Leben bestreiten. Ich brauche keinen Luxus, genieße es jedoch für gesundes Essen und eine geräumige Wohnung Geld auszugeben. Insgesamt rechne ich (inkl. Reisen) mit 8 k monatlichen Ausgaben. Das sind knapp 2 % Entnahme und müsste eigentlich reichen oder?

Mich beschäftigen jetzt hauptsächlich zwei Fragen:

1. Wo verlege ich meinen Wohnort hin oder bleibe ich in Deutschland? Ist jemand von euch auf Zypern?

Ich würde grundsätzlich gerne einige Monate im Jahr in Deutschland verbringen. Was mich hier aber stört: Steuern und das Wetter im Winter (teilweise auch die Laune der Menschen).

Ich will die nächsten Jahre reisen und ggf. nochmal ein Business starten.

Zypern spricht mich vom Land und der Infrastruktur nur so mittelmäßig an. Die Steuern und das gute Wetter würden mich aber überzeugen, dort zwei Monate im Jahr mit Nom Dom Status zu wohnen und den Rest in anderen Ländern zu verbringen.

2. Wie lege ich das Geld an? Hier würde ich ca. 80 % in Aktien ETF und Gold und 20 % in Staatsanleihen, Tagesgeld, Geldmarkt ETF stecken. (3 Töpfe Modell nach Andreas Beck)

Mir ist der Aktienmarkt aktuell zu überhitzt und ich rechne mit einem Platzen der KI Blase, weshalb ich mich erstmal auf das Wechseln von Tagesgeldkonten und Staatsanleihen konzentriere und nur wenig in den ETF packe.

3. Krankenversicherung

Ich sehe es nicht ein, 800 € im Monat für die private KV zu zahlen. Wie macht ihr das?

Die letzten Jahre steckte ich in dem Hustle Mindset (viel Arbeit, wenig Zeit für Freunde und Hobbies). Das will ich jetzt umkehren. Zeit für mich, neue Freunde und Hobbies (Surfen, Tauchen, Wandern).
Habt ihr Tipps für mich, die mir auf dem Weg helfen können?

Danke für diese geile Community!


r/fireGermany 3d ago

Strategie & Depot 25k Startkapital → Immobilieninvestment in Bayern. Laut Berater 74k Gewinn nach 10 Jahren – wo ist der Haken?

0 Upvotes

Moin Leute,

ich beschäftige mich gerade mit meiner ersten Immobilie als Investment und würde gerne mal eure Meinung dazu hören, weil mir die Rechnung teilweise etwas zu gut vorkommt.

Kurz zu mir: Ich verdiene ca. 60k brutto, bin Steuerklasse 1 und würde etwa 25k Startkapital einsetzen.

Es geht um eine bereits vermietete Wohnung in Nürnberg:

  • 58 m², insgesamt ca. 245k inkl. Nebenkosten
  • Miete ca. 10,6k im Jahr
  • Finanzierung mit 4,40 % Zinsen
  • Verwaltung und Reparaturmanagement übernimmt das Unternehmen für 110 € im Monat
  • durch Zinsen, AfA usw. soll am Anfang ein steuerlicher Verlust entstehen, wodurch ich ungefähr 3,5k Steuer zurückbekommen würde
  • der Berater rechnet mit ca. 2 % Wertsteigerung pro Jahr und etwa 310k Wert nach 10 Jahren

Seine Rechnung: Im ersten Jahr müsste ich ungefähr 270 € im Monat selbst drauflegen. Ab dem zweiten Jahr soll es sogar ca. 30 € im Monat positiv sein.

Der eigentliche Gewinn kommt aber vor allem am Ende: Nach 10 Jahren soll die Wohnung laut seiner Rechnung ungefähr 310k wert sein und dann steuerfrei verkauft werden können. Von den 310k wird der noch offene Kredit bei der Bank abbezahlt und danach sollen für mich ungefähr 74k Gewinn übrig bleiben.

Das Ganze soll aber nicht bei einer Wohnung bleiben. Die Idee ist, dass ich die erste Immobilie einige Jahre laufen lasse und, solange die monatliche Belastung niedrig bleibt, später eine zweite Immobilie dazukaufe und das Ganze Schritt für Schritt weiter aufbaue.

Genau hier bin ich aber unsicher: Ist das eine sinnvolle Strategie oder klingt die Rechnung einfach nur auf dem Papier gut?

Welche Kosten oder Risiken werden bei solchen Berechnungen gerne vergessen? Und wie realistisch sind 2 % Wertsteigerung pro Jahr?

Hat jemand hier Erfahrungen mit Propper API, Expats Invest oder Perini Finance & Property?

Bin gespannt auf eure Meinungen – gerne auch kritische. :)


r/fireGermany 6d ago

Frage / Hilfe M51, 1.3 Mio, Neustart

58 Upvotes

Moin! Ich habe 33 Jahre im IT Sektor gearbeitet und bin 2024 ausgestiegen. Lebe ein einfaches Leben in einem alten Haus. Keine Kinder. Eltern fit (noch), Partnerin (unverheiratet) wohnt in einer anderen Stadt und ist verbeamtet. Auto ist bezahlt und teure Hobbies habe ich nicht. Bei den meisten Handwerkerleistungen brauche ich keine externe Hilfe. Arbeite seit 2 Jahre freiberuflich mit ca. 25k Gewinn im Jahr. Also eher ein Hobby. Bin aktuell freiwillig gesetzlich versichert. Ich habe ca. 25k Fixkosten im Jahr. Habe alle Ersparnisse in diversen Fonds, Tagesgeldern, Festgeldern und Versicherungen die ich nun neu ausrichten möchte. Aktuell lese ich mich im Thema ETFs ein. Die Empfehlungen sind mehr oder weniger immer gleich. Welt-ETF, Schwellenländer, Rohstoffe. Je mehr ich lese, desto weniger kann ich mich entscheiden. Außerdem habe ich nicht den Mut alles an einem Tag ins Depot zu übertragen und einen MSCI World zu kaufen. Die aktuelle Weltpolitik ist ein großer Blocking Point. Was, wenn morgen die Börsen crashen. Wie kann ich möglichst risikoarm den Transfer in Aktien und Rohstoffe gestalten? Welche weiteren Assetklassen machen Sinn? Wie kann ich das Risiko dauerhaft niedrig gestalten? Über Entnahme habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Wie würdet ihr das Setup/Layout für die nächsten 10-20 Jahre wählen?


r/fireGermany 6d ago

Strategie & Depot M36, 470k Depot - AV ab 2027, Förderung mitnehmen oder lieber 100 % im freien ETF-Depot bleiben?

10 Upvotes

Moin zusammen,

ich versuche gerade für mich einzuordnen, ob das neue AV ab 2027 für meine Situation überhaupt sinnvoll ist oder ob ich einfach konsequent bei meinem normalen ETF-Depot bleiben sollte.

Kurz zu meiner Ausgangslage:

  • 36 Jahre alt
  • gut verdienender Angestellter, Grenzsteuersatz aktuell entsprechend hoch
  • aktuell ca. 470k € im normalen Wertpapierdepot (inkl. Krypto)
  • langfristig breit diversifiziert in ETFs investiert
  • Sparrate aktuell mindestens ca. 1.200 €/Monat (5%p.a. Dynamik)
  • grundsätzlich eher FIRE-orientiert: Arbeit soll idealerweise irgendwann zwischen 50 und 55 optional werden
  • deshalb ist mir Flexibilität und frei verfügbares Vermögen relativ wichtig
  • gesetzliche Rente + betriebliche Altersversorgung kommen später zusätzlich dazu

Meine bisherige Strategie wäre eigentlich simpel --> 100 % der weiteren Sparrate ins normale ETF-Depot.

Vorteile für mich sind:

  • jederzeit verfügbar
  • ideal für eine mögliche FIRE-Phase zwischen ca. 50/55 und 65+
  • keine Regeln zur späteren Auszahlung
  • im Ruhestand kann ich Entnahmen und Steuerrealisierung selbst steuern
  • Vermögen bleibt vollständig flexibel

Jetzt kommt ab 2027 das Altersvorsorgedepot... So wie ich es aktuell verstehe, könnte ich bis zu 1.800 € Eigenbeitrag pro Jahr einzahlen und damit die maximale Förderung mitnehmen.

Meine Überlegungungen dazu sind dezeit deshalb:

Variante A – komplett flexibel

100% Sparrate p.a. → komplett ins normale ETF-Depot.

Variante B – Förderung mitnehmen

1.800 € p.a. → Altersvorsorgedepot (keine weitere Dynamik / Erhöhung, da auf 1800€ Förderung gedeckelt)
REST € p.a. → normales ETF-Depot (weiter dynamisieren)
eventuelle Steuererstattung → ebenfalls normales ETF-Depot

Also bewusst nicht mehr als die maximal geförderten 1.800 € Eigenbeitrag ins AV.

Mein Problem ist ehrlich gesagt weniger die Ansparphase als die Bindung.

Das Geld im AV-Depot wäre im Wesentlichen bis mindestens ca. 65 für die Altersvorsorge reserviert. Zum Beginn der Auszahlungsphase kann man meines Wissens ja max. 30 % als Kapital entnehmen. Die restlichen 70 % müssen dann über einen Auszahlungsplan bis mindestens 85 (mind. 20 Jahre glaub ich) bzw. über eine Verrentung ausgezahlt werden.

Genau da bin ich unschlüssig.

Auf der einen Seite:

Pro AV-Depot

  • 30 % direkte staatliche Zulage auf die ersten 1.800 € Eigenbeitrag
  • keine laufende Besteuerung von Umschichtungen/Erträgen innerhalb des Depots
  • vermutlich niedrigerer persönlicher Steuersatz bei Auszahlung als heute
  • bei nur 1.800 €/Jahr bleibt der Großteil meines Vermögens ohnehin frei verfügbar

Auf der anderen Seite:

Pro normales Depot

  • vollständige Flexibilität
  • besonders relevant, wenn ich mit 50–55 aufhören möchte zu arbeiten
  • keine vorgeschriebene Auszahlung über Jahrzehnte
  • normale ETF-Besteuerung betrifft im Wesentlichen nur den Gewinnanteil, während AV-Auszahlungen nachgelagert als Einkommen besteuert werden
  • Gesetzgebung kann sich über die nächsten 30 Jahre noch mehrfach ändern
  • 1.800 €/Jahr erscheinen klein, über Jahre wird daraus aber trotzdem ein relevanter gebundener Kapitalstock

Mein aktueller Gedanke die ich nicht so richtig sortiert bekomme... Die ersten 1.800 € Sparrate pro Jahr ins AV-Depot, nur um die Förderung mitzunehmen. Jeden Euro darüber konsequent ins freie ETF-Depot.

Damit hätte ich einen kleinen „65+ Topf“, während das normale Depot weiterhin die FIRE-Phase und meine Flexibilität absichert.

Aber möglicherweise unterschätze ich dabei den Wert der Flexibilität bzw. überschätze die Förderung.

Mich würde deshalb besonders eure Meinung dazu interessieren:

  1. Würdet ihr in meiner Situation die 1.800 € p.a. Förderung mitnehmen oder komplett beim freien Depot bleiben?
  2. Wie bewertet ihr die nachgelagerte Besteuerung gegenüber einem normalen ETF-Depot?
  3. Ist der vorgeschriebene Auszahlungsplan der verbleibenden 70 % für euch ein Dealbreaker?
  4. Wie hoch bewertet ihr das politische/regulatorische Risiko über einen so langen Anlagehorizont ?
  5. Gibt es einen Denkfehler in meiner Rechnung bzw. einen wichtigen Vor- oder Nachteil, den ich übersehe?

Mir geht es ausdrücklich nicht um „Altersvorsorgedepot vs. ETF“.

Ich würde im AV-Depot ebenfalls möglichst günstig und breit in ETFs investieren, konkrete Produkte ausstehend.

Die eigentliche Frage ist:

100 % freies ETF-Depot vs. 1.800€ der jährlichen Sparrate ins geförderte AV-Depot und den Rest frei investieren – wenn FIRE/Flexibilität gleichzeitig ein wichtiges Ziel ist.


r/fireGermany 7d ago

Strategie & Depot Mal Frage an die Baristas unter Euch

16 Upvotes

Bin 54 und habe 200K im Depot. Vorher immer schön Haus abbezahlt, Restvaluta Haus ist nicht redenswert. Spare ca 2 - 2,5 K. Will das eigentlich noch so 4-5 Jahre machen und spätestens mit 60 deutlich reduzieren. Am besten bei meinem jetzigen Arbeitgeber, max 18-20 Stunden Woche. Rechne mit 3,5-4% Rendite auf Depot. Das wären bei 400 K in ein paar Jahren ca 1,2 K im Monat. Miete/Abtrag zahle ich dann nicht mehr. Nur Strom und Gas + Lebensmittel (all in ca 400 Euro p.m.). Meine Zinsen könnten insofern so schon mein Leben finanzieren. Will aber wg Krankenkasse weiterarbeiten. Wenn ich bei meinem jetzigen Job auf halbtags gehe, dann wären das ca 2,4 K netto im Monat. Wäre also komplett auskömmlich (hoffe nur, dass mein AG die nächsten Jahre noch durchhält). Alternative wäre irgendein Billo-Job zusätzlich. Da würden mir 1 - 1,5 k netto komplett reichen und ich würde - Stand heute - quasi nichts von meinem Lebensstandard abgeben. Theoretisch könnte ich auch heute schon auf halbtags runter. Finanziell würde das locker reichen. Denke aber halt über die "letzten Meter" nach, also noch ein paar Jahre durchziehen und dann entspannt runterfahren. Meinungen?


r/fireGermany 8d ago

Frage / Hilfe 40M - 450k Depot, Optionen uns Auswirkungen

45 Upvotes

Hallo zusammen,

ich bin 40m, habe 450k in ETFs (wovon etwa 180k Kurssteigerungen sind) und Frage mich, wie ich von hier aus weiter machen soll. Ich verdiene 80k Brutto bei 40h/Woche und spare zwischen 1500 und 2000€, oft auch etwas mehr im Monat. Lebe mit meiner Partnerin zusammen und wir wollen und haben keine Kinder. Wir leben zur Miete, ein Erbe habe ich und werde ich nie bekommen, alles ist vollständig selbst erarbeitet. (Die Finanzen meiner Partnerin sind komplett getrennt und spielen hier keine Rolle)

Dazu kommt, dass ich ein sehr ängstlicher Mensch bin. Ich habe technische Verantwortung in meinem Job aber keine Personalverantwortung, er saugt mich mental sehr aus, so dass ich nach der Arbeit kaum noch was machen kann. Das wirkt sich auch auf meine Hobbys aus, für die mir dann oft die Kraft fehlt. Ich habe bereits eine Psychotheraphie gemacht und es ist dadurch auch besser geworden. Was sehr auffällt ist, dass wenn ich 2 Wochen frei habe die Lust auf Dinge zurück kommt und ich privat wieder deutlich aktiver werde.

Mein Plan war immer Fire, aber ich tue mich schwer konkrete Zahlen zu ermitteln, da die Menge an Parametern in den Kalkulatoren sehr hoch ist und je nachdem welchen Fire Rechner man verwendet massiv unterschiedliche Zahlen raus kommen. Nach dem was ich hier lese muss ich noch diverse Jahre. Wenn ihr in meiner Situation wärt, was würdet ihr machen? Welche Optionen habe ich?

EDIT: Danke euch allen. Ich habe mir gedanken gemacht und erstmal überhaupt einen Schritt in die Richtung weniger arbeiten zu tun ist wol der richtige, um sich dran zu gewöhnen. Ich werde also tatsächlich zeitnah auf eine 4 Tage woche gehen uns schauen, wie es sich von da aus entwickelt.


r/fireGermany 8d ago

Frage / Hilfe Wie werden Haus/Auto/unbekanntes in FIRE Kalkulationen beachtet?

0 Upvotes

FIRE Kalkulationen sind meist ja sehr Basic: berechne deine jährlichen Kosten und rechne sie hoch. Aber was rechne ich alles wie ein?

Wie berechne ich ein Haus, dass ich nicht verkaufen will, sondern halten will? Das Haus hat in der Zukunft unbekannte Kosten (Steuererhöhung, etwas muss gemacht werden, Staat beschließt Mal wieder XY) vs. möglicherweise Mieteinnahmen. (Mir ist bekannt, dass ein Haus erst Mal keine gute Anlage ist)

Wie berechne ich ein Auto? Möglicherweise muss irgendwann ein neues her, das taucht aber nicht in den regelmäßigen jährlichen Kosten auf, sondern nur die regelmäßigen Kosten (Versicherung, Steuer, Benzin, Ersatzteile...)

Wie gehe ich mit weiteren unbekannten um? Erhöhe ich einfach beliebig die Zielsumme um sowas zu kompensieren? Oder geht das irgendwie realistischer?

Gibt es "Listen" die viele solcher "unbekannten" oder variablen beinhalten? Und wie man damit umgehen kann?

Ich tendiere ansonsten zu sehr unrealistischen Kalkulationen mit viel zu viel Puffer.


r/fireGermany 9d ago

Frage / Hilfe FOMO-Problem

16 Upvotes

Hallo zusammen,

Bei meinen Plänen tut sich zur Zeit ein Problem auf und ich hätte gerne mal ein paar Meinungen dazu.

vorweg: Mir geht es nicht um klassisches FIRE, sondern eher um einen frühen Ruhestand. Ich muss mit meinem Depot "nur" die Zeit bis zum Renteneintritt überwinden. Ansprüche auf staatliche und Betriebsrente sind ausreichend vorhanden, Ziel ist also das Renteneintrittsalter und nicht die Ewigkeit. Genauer gesagt, ein Zeitraum von mindestens 12 Jahren.

Der Plan war:

Ruhestand mit 52 weil ab da 35 Beitragsjahre voll (Anspruch auf Rente mit Abschlägen) und ausreichend Punkte + Betriebsrentenansprüche um trotz Abschlägen mit der Rente ab 64 auszukommen. Was vom Depot noch übrig ist, soll über Dividenden für zusätzliche Einkommen sorgen.

Die Strategie war:

  1. Depot aufbauen - zunächst Wachstum, später Dividenden.

  2. Sicherheitsbaustein - Anleihen, Festgeld oder ähnliches.

Während der "Vorruhestandsphase" , also der Zeit als Privatier sollte es dann so aussehen:

Bruttodividenden bis zum Grundfreibetrag (inklusive GkV + PV kosten da diese abgesetzt werden können) und maximal in einer Höhe, bei der für die GkV nur der Mindestbeitrag zu entrichten ist. - Von diesen Einnahmen soll "gelebt" werden. Für die Fixkosten (Miete, Strom, Internet, Handy, Versicherungen usw.) sollte eine Art Festgeldtreppe über mehrere Jahre aufgebaut werden, hier wollte ich mich nicht auf die Ausschüttungen aus dem Depot verlassen und "auf Nummer sicher" gehen.

Das Dilemma:

Teil 1 ist seit ein paar Monaten abgeschlossen. Das Depot wurde über Jahre aufgebaut und seit ca. einem Jahr habe ich es auf einen Mix aus verschiedenen Dividenden-ETFs umgestellt. Die jährlichen Dividenden stimmen. Nun sollte es an Teil 2 gehen, den Aufbau einer Festgeldtreppe für die Fixkosten.

Und hier ist der Punkt wo ich plötzlich aus mehreren Gründen zweifele. Zunächst einmal herrscht enormes FOMO (Fear Of Missing Out). Es fällt mir wahnsinnig schwer mein Geld in renditeschwache Produkte zu investieren. Gerade jetzt, wo im letzten Jahr um die 20% Rendite im Markt eingestrichen wurden. Ich müsste jetzt jahrelang meinen durch die Dividenden verstärkten Einkommensstrom auf Produkte lenken, die nur 2-3% p.a. Rendite bringen. Dazu gesellt sich der Gedanke: "Willst du wirklich komplett aufhören?!". Und ich kann ihn tatsächlich nicht mit Gewissheit beantworten. Die Dividenden würden mir auch ermöglichen, quasi ab sofort zu reduzieren, dies würde aber meinen ursprünglichen Plan torpedieren.

Ich weiß, das ist eine Entscheidung, die nur ich treffen kann. Aber vielleicht war ja hier schon jemand in einer ähnlichen Situation und kann mit ein paar Denkanstößen helfen.


r/fireGermany 9d ago

Budget / Sankey RockefellerFiction (Windows-App): Versuch, via Glaskugel, die Frührente zu planen

0 Upvotes

Tag zusammen.

Dieser Post hier wurde im Voraus mit mods abgesprochen. Falls ich den falschen flair benutzt habe, bitte bescheid geben.

Screenshots gibt's ganz unten.

Warnung vorweg:
Ich habe den nachfolgenden Text mehrfach überarbeitet und eingekürzt, wo es möglich war... trotzdem ist es eine Wall of text geworden und es fehlen vermutlich immer noch gefühlt 70% an Infos.

Fazit vorweg und Ziel der App:
- Grobe Kalkulation, ob und wann man sich es unter welchen Umständen leisten kann, frühzeitig in
Rente zu gehen, bzw. mit welchem Vermögensverlauf man (vielleicht) rechnen kann.
- Riesen Promo-Videos etc. gibt's nicht, da ich hier nichts vermarkte. Bei Interesse, bitte das
Programm selbst ansehen. Es ist portabel, installiert nichts, alle Dateien bleiben im
Programmverzeichnis, es funkt nur nach Außen zu Github zwecks Updateprüfung.

Weitere Warnung:
- Das Tool basiert *nicht* auf vollständig fundiertem Wissen.
- Das Tool berücksichtigt absichtlich nicht alle möglichen Faktoren (Abwägung "Kosten/Nutzen")!
- Vermutlich gibt es noch viele Logikfehler.
- Zur Recherche hinsichtlich der Berechnungsgrundlagen, habe ich mein aufgebautes Grundwissen
und ausführliche Recherchen/offizielle Quellen bemüht und durch LLMs (teilweise in 10-30
Iterationen) prüfen lassen.
- Klar gesagt sei, ich bin kein Finanz-Guru, Volkswirt, Finanzberater!
- Das Programm soll lediglich eine ganz grobe(!!!) und hoffentlich nicht allzu in Sicherheit wiegende
Auswertung liefern.

--> Ich kennzeichne es ausdrücklich als "Spinnerei" / Proof-of-concept <--

Trotzdem stelle ich das Programm inkl. Source zur freien Verfügung. Falls Interesse besteht und konstruktive Korrekturen an mich herangetragen werden (vorzugsweise auf Github), versuche ich, diese einfließen zu lassen, soweit es meine Zeit und Lust zulässt.

Da ich keinerlei finanzielles Interesse an einer "Vermarktung" habe, sei nochmal deutlich gesagt, das ist ein reines Nebenbei-Spaß-Projekt - sicherlich mit seriösem Hintergrund und Interesse, aber eben ein Projekt, dass ich in meiner Freizeit neben vielen anderen Dingen mache.

Konstruktive Anregungen und konkrete Verbesserungen sind gern gesehen - insbesondere hinsichtlich Berechnungsfehlern, zu großen Ungenauigkeiten. Die UI/Bedienbarkeit ist erstmal nachrangig - gefixt ist da das Meiste schnell.

UI:
Die Eingabefelder erschlagen einen vermutlich - so war das ursprünglich nicht gedacht; daher sind die meisten Werte mit "Defaults" bereits gefüllt. Man muss aber im Prinzip "nur" seine Basisdaten und Daten aus dem Rentenbescheid etc. eingeben.
Alles Weitere muss man, wenn man sich unsicher ist, was einzugeben ist, recherchieren.
Eine Onlinehilfe ist (bis auf die Inapp-Hilfen) nicht geplant - wozu auch. Alle nötigen Infos
sind im Internet nachlesbar. Ein Wiki auf Github (AI zusammengezimmert) gibt es dennoch - wenn auch sehr rudimentär - links weiter unten.

Die "Hints" (Fragzeichen) habe ich absichtlich ausgelagert, so dass man die Beschreibungen jederzeit extern anpassen kann.

Berechnungsgrundlagen:
Die "Formeln" zur Berechnung, bzw. Berechnungsgrundlagen sind unter der Lasche "Berechnungsgrundlagen" zu finden.
Ziel ist es, dass Berechnungen transparent und nachvollziehbar stattfinden *und* auch als falsch bewertet/diagnostiziert werden können. Die Berechnungsgrundlagen werden dynamisch aus den Berechnungen (source) erstellt - ändere ich also was am source, dann sollte dynamisch mitdokumentiert werden - so zumindest die Theorie. (MMn noch viel zu ungenau, aber immerhin vorhanden, doch sehr ausbaufähig).

Es sind viele Einflussfaktoren berücksichtigt, aber natürlich nicht alle!

Und noch ein Disclaimer:
- Das Tool ist noch sehr sperrig/nicht vollintuitiv, da primär nur für meine eigenen Zwecke gedacht und ersetzt *keinesfalls(!!!) eigene Berechnungen oder Finanzberatung*.
- Derzeit gilt: Funktion vor Bedienbarkeit. Mir ist bewusst, dass die UI noch nicht einladend ist.
- Da ich einen UWQHD (3.440 × 1.440) Screen verwende, ist die App ganz egoistisch darauf
ausgelegt und eignet sich dafür am Besten, da man Eingabe und Ausgabefenster 50/50
nebeneinander darstellen kann. Bei kleineren Auflösung könnte es anstrengend werden.
- Große Erweiterungen sind nicht fest geplant, sondern abhängig von konstruktivem Feedback und
meiner Zeit.
- Es handelt sich um ein rein experimentelles Projekt. Kein Verlass, keine Gewähr, nix.
- Optimierung hinsichtlich DPI/Bildschirm-Auflösung, etc.: Wenn es eine Nachfrage gibt, kann
ich vielleicht was machen - allerdings nicht kurzfristig, da ich dafür dann wieder in Test-VMs testen
muss -> kostet wieder Zeit.

Ausblick:
Ich bin mir Stand jetzt nicht sicher, ob das Programm eine Totgeburt ist/wird … das mache ich vom Feedback abhängig. Möglicherweise sind die Berechnungen nicht so pragmatisch in den Griff zu bekommen, dass die Pflege des Tools zu große Ausmaße annimmt - ich habe bewusst versucht keine Sonderkonstellationen zu berücksichtigen.
Pi-Mal Daumen + Vernunftpuffer muss reichen, gravierende Berechnungsfehler sollten aber nicht passieren, bzw. sollen behoben werden, soweit möglich.

Weitere Warnungen - es sind nie genug! ;-)
⚠️ WARNUNG – EXPERIMENTELLES TOOL
⛔ Nicht für reale Finanzplanung oder tatsächliche Finanz-, Anlage-, Steuer-, Rechts- oder
Rentenentscheidungen verwenden.
🧮 Die Ergebnisse sind unverbindliche Modellrechnungen und können unvollständig oder
fehlerhaft sein.
🚫 Keine Finanz-, Anlage-, Steuer-, Rechts- oder Rentenberatung.
✅ Vor realen Entscheidungen fachkundige Beratung und amtliche Auskünfte einholen.

Technisches
- Installer wird nicht kommen. Die App ist portabel und soll es auch bleiben. Einstellungen werden
ausschließlich im Programmverzeichnis gespeichert (falls ich nicht noch was übersehen hab).
- Dass die App keine Daten versendet und ausschließlich lokal arbeitet (bis auf die Github Abfrage
nach Updates), sollte selbstredend sein.
- Nur Windows derzeit, .net10 ist Voraussetzung, Sprache is C#.
- Falls es eine Weiterentwicklung und Interesse gibt, ggf. perspektivisch Avalonia oder irgendwas in
der Art (Linux/macOS). Da ich ursprünglich dachte, ich daddel da einfach mal was hin, hatte ich
das nicht am Anfang berücksichtigt. Dank LLMs wird ein Refactoring aber vermutlich auch kein
Allzugroßes Problem sein
- Derzeit schlägt Virustotal mit (nur) einem Heuristik-Scanner an - das ist halt so.
Wer unsicher ist: Nicht downloaden.
Ich werde die App nicht signieren lassen - dafür ist sie zu sehr "Side-Project".
Ich werde die App auch nicht an Malwarebytes oder andere senden zwecks whitelisting - das
hatte ich schon mit anderen Apps durch - das funktioniert zwar i.d.R. ganz gut, wird aber
bei vielen Changes stressig; ist mir ganz klar zu viel Aufwand. Ich habe jetzt schon mehr Aufwand
betrieben, als ursprünglich gedacht.

... für die, die zwischenzeitlich nicht eingeschlafen, verrentet oder gestorben sind...

Hier gibt's das Teil (und auch weitere Screenshots):
Github: https://github.com/UncleRiot/RockefellerFiction
Downloads sind hier: https://github.com/UncleRiot/RockefellerFiction/releases
Das Wiki (AI Slop!): https://github.com/UncleRiot/RockefellerFiction/wiki

Wer Lust hat und was beitragen mag - vielleicht entwickelt sich aus der App was halbwegs Brauchbares - bitte konkretes (hilfreiches) Feedback. Gerne über Github - hier schaue ich aber auch rein. Ansonsten (falls nicht), hat's Spaß gemacht und das Teil wird wieder eingestampft. ;-)

PS:
Ebenso kostenlosen/opensource/kein Datenversand etc.: Sankey Cashflowtracker
(auch das ist entstanden, weil ich ungern meine Daten in einem externen Webinterface eingebe.
https://github.com/UncleRiot/SankeyCashflowTracker

Der läuft unter Win und in älteren Versionen vermutlich auch unter Linux und Mac.
Die neueste Version habe ich aber mangels Interesse nicht für Linux oder Mac kompiliert.
Bei Bedarf gerne (unter GitHub -> Issues) melden oder auch hier - aber ohne Gewähr!
Ich mache das alles nur nebenbei in meiner Freizeit.

Danke für's Durchhalten ❤️

Screenshots:


r/fireGermany 11d ago

Steuern & Recht FIRE mit ETFs in Deutschland – Eine andere Meinung⁠

79 Upvotes

Ich lese hier im Subreddit oft, wie negativ die Steuern in Deutschland gesehen werden und wie oft ein Umzug ins Ausland vorgeschlagen wird, um FIRE zu beschleunigen. Auch mich fragt man regelmäßig, warum ich nicht längst weg bin. Meine persönliche Erfahrung aus 3 Jahren als Privatier zeigt jedoch das Gegenteil - Deutschland ist ein besseres Land, um vom eigenen Kapital (ETFs) zu leben, als sein Ruf vermuten lässt.

Mein Blickwinkel bezieht sich rein auf ein breit gestreutes Portfolio - in meinem Fall bestehend aus 55 % Aktien-ETFs, 30 % Anleihen-ETFs, 10 % Gold-ETCs und 5 % Einzelaktien. Zu Immobilien oder anderen Investitionen kann ich nichts sagen.

1. Der sonstige Verlusttopf
Das deutsche Steuerrecht trennt nur Einzelaktienverluste strikt ab. Verluste aus Aktien-ETFs (zu 70 %), Anleihen-ETFs und nicht-auslieferbaren ETCs landen alle im allgemeinen Verlusttopf. Das Geniale: Diese Verluste lassen sich mit so gut wie allen Erträgen verrechnen - mit realisierten Gewinnen aus Einzelaktien, Aktien-ETFs, Ausschüttungen, Zinsen, Anleihekupons und der Vorabpauschale. In einem Portfolio mit negativ korrelierten Anlageklassen gibt es regelmäßig Bausteine im Minus, die die Gewinne der anderen Bausteine steuerlich neutralisieren können

2. Kein Wash-Sale-Verbot
Genau hier kommt der nächste Vorteil - in den USA wird der Verlust bei einem Rückkauf innerhalb von 30 Tagen steuerlich nicht sofort anerkannt, in Deutschland gibt es diese Regel nicht. Wenn eine ETF-Position im Minus steht, kann man sie mit Verlust verkaufen und direkt wieder einsteigen (oder sofort in einen Zwillings-ETF wechseln). Das Kapital bleibt zu 100 % im Markt investiert, aber der allgemeine Verlusttopf füllt sich sofort

3. Günstigerprüfung & Krankenkasse
Die oft genannten 26,375 % Abgeltungsteuer laufen bei mir in der Realität auf einen deutlich niedrigeren Steuersatz hinaus. Über das Häkchen bei der Günstigerprüfung in der Steuererklärung greift der persönliche Einkommensteuertarif:
* Die 30 % Teilfreistellung auf Aktien-ETFs bleibt komplett erhalten. Sie greift zwar auch symmetrisch bei Verlusten, ist unterm Strich aber immer noch deutlich besser als nichts
* Der Grundfreibetrag greift voll für die Kapitaleinkünfte
* Die Beiträge zur freiwilligen gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zieht das Finanzamt als Sonderausgaben direkt vom Gesamtbetrag der Einkünfte ab

Was das unterm Strich ausmacht, sehe ich jedes Jahr schwarz auf weiß in meinen Steuerbescheiden: Das Zusammenspiel wirkt wie ein echter Cheat-Code. Als normaler ETF-Investor kann man seine Steuerlast in Deutschland einfach selbst optimieren - Verluste realisieren, sofort wieder einsteigen, gegen die Gewinne der anderen Bausteine verrechnen. Und das ganz ohne teure Steuerberater oder komplexe Gestaltungen


r/fireGermany 11d ago

Erfahrungsbericht/Storytime Wofür das ganze? Mehr Zeit? Mehr urlaub? Mehr Luxus?

30 Upvotes

Ich denke nahezu alle die sich intensiv mit dem investieren jeglicher Art beschäftigen wollen immer mehr. Wenn das eine ziel erreicht ist geht es direkt zum nächsten. Jetzt stelle ich aber einfach mal die Frage: wofür?

Manche wollen mehr freizeit haben und weniger arbeiten müssen, mehr urlaub machen, keine sorgen in der Rente haben, oder sich das Traumauto holen von dem sie immer geträumt haben.

Was wollt ihr machen wenn ihr euer "endgültiges Ziel" erreicht habt? Leider befürchte ich immer wieder das genau das der schwerste punkt des investieren ist. Nicht die richtige Strategie zu haben, sondern herauszufinden wann auch einfach mal gut ist.

Wie geht ihr mit dem Gedanken um?


r/fireGermany 12d ago

Frage / Hilfe Angst, wirklich FIRE zu machen...

49 Upvotes

Moin zusammen,

durch die außergewöhnlich starken Aktienrenditen der letzten Jahre ist mein Depot deutlich schneller gewachsen als in meiner ursprünglichen Planung. Damit ist FIRE auf einmal nicht mehr "in 8 Jahren", sondern realistisch in absehbarer Zeit möglich, und ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, es durchzuziehen, weil der Job mir schlicht nicht mehr viel Spaß macht.

Hier mal die groben Eckdaten:
Aktien ca. 1,1 Mio € (MSCI World ETF)

Cash: 50000€

Ausgaben pro Monat ca. 3000€

Alter: 41

Und genau da kommt sofort die Angst: Was, wenn genau in den ersten Jahren nach dem Ausstieg ein längerer Crash oder eine Seitwärtsphase kommt? Das klassische Sequence-of-Returns-Risiko. Gerade weil die Bewertungen aktuell hoch sind, fühlt sich der Zeitpunkt gleichzeitig perfekt und maximal riskant an.

Was mich am meisten nervt: Die naheliegendste Antwort ist immer "arbeite halt noch ein Jahr" – und damit landet man in der One-More-Year-Falle und schiebt es ewig vor sich her.

Deshalb meine Frage an die, die schon ausgestiegen sind oder kurz davor stehen:

Wie habt ihr das SoRR konkret abgefedert? Cash-/Anleihenpuffer über 2–3 Jahresausgaben? Krisen können im schlimmsten Fall auch deutlich länger sein...

Ich möchte vor allem vermeiden, dann nach einer gewissen Zeit doch wieder arbeiten zu müssen.

Vielen Dank schon mal für euren Input!


r/fireGermany 12d ago

Frage / Hilfe Inflation & Zukunftssorgen

11 Upvotes

Moin meine Lieben,

als privilegierter Typ, der viel Glück hatte und ein paar richtige Entscheidungen traf, bin ich mit Mitte 30 in greifbarer Nähe zum 7-stelligen-Portfolio.

Aufgrund eines ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis will ich noch ca. 10 Jahre arbeiten, um ein dickes Polster mit 2,5 - 5 mio zu haben (Ich habe das Glück sehr gut zu verdienen).

Allerdings reizt es mich auch, schon früher ins Fire zu gehen, da der Job gut bezahlt, aber sehr stressig ist.

Habe aber Sorge in eine 40-50-jährige-Fire-Phase zu gehen, da in diesem Zeitraum einiges an Unsicherheit und Umbrüche zu erwarten ist.

Allein das Thema Inflation macht Sorge, da das auf lange Sicht Vermögen ordentlich zerstören kann.

Mir ist bewusst, dass viele Rechner das mit einberechnen ("2% Inflationsrate"), das aber nie außergewöhnliche Events berücksichtigt.

Wie geht ihr mit dieser Unsicherheit um?


r/fireGermany 13d ago

Frage / Hilfe 33M bAV mit 100 % Arbeitgeber-Match, aber das Geld ist bis 62 gebunden

0 Upvotes

Ich bin 33 und möchte mir zumindest die Möglichkeit offenhalten, vor 60 finanziell unabhängig zu werden. Mein Arbeitgeber bietet eine bAV an, bei der er meinen Beitrag vollständig matched. Ich zahle 161 Euro aus dem Brutto ein, der Arbeitgeber legt weitere 161 Euro dazu und meine tatsächliche Nettobelastung liegt bei ungefähr 99,61 Euro pro Monat.

Rein auf die Einzahlung bezogen klingt das extrem attraktiv. Der Vertrag hat allerdings Effektivkosten von 2,05 Prozentpunkten, mehr als 3.200 Euro Abschluss- und Vertriebskosten und laufende Verwaltungskosten. Zusätzlich gibt es eine 80-prozentige Garantie, weshalb das Geld nicht dauerhaft vollständig im enthaltenen MSCI-World-ETF angelegt wird.

Ich habe die bAV mit einem All-World-ETF verglichen, in den ich stattdessen meine Nettobelastung von 99,61 Euro einzahlen würde. Alle Zahlen sind mit zwei Prozent Inflation auf heutige Kaufkraft heruntergerechnet. Nach zehn Jahren hätte der ETF nach geschätzter Steuer ungefähr 13.200 Euro, nach zwanzig Jahren 30.200 Euro und nach dreißig Jahren 54.000 Euro.

Die bAV kommt nach angenommenen späteren Steuern und Krankenversicherungsbeiträgen auf einen rechnerischen Netto-Gegenwert von ungefähr 22.300 Euro nach zehn Jahren, 43.400 Euro nach zwanzig Jahren und 67.500 Euro nach dreißig Jahren. Der Match gleicht die hohen Kosten in dieser Rechnung also mehr als aus.

Das Problem ist, dass mir die bAV für einen möglichen Ruhestand vor 62 nicht hilft. Mit 53 könnte ich zwar rechnerisch mehr Vermögen in der bAV als im ETF haben, aber nur das ETF-Vermögen könnte meine Lebenshaltungskosten finanzieren. Deshalb bin ich unsicher, ob ich die bAV in einer FIRE-Rechnung überhaupt als Vermögen zählen sollte oder eher als späteren Sicherheitsbaustein, der erst ab 62 relevant wird.

Mein aktueller Ansatz wäre, nur so viel in die bAV einzuzahlen, dass ich den vollständigen Arbeitgeber-Match bekomme. Das restliche Sparvolumen würde in einen liquiden All-World-ETF fließen, der im Fall eines frühen Ruhestands als Brücke bis zur bAV und gesetzlichen Rente dienen könnte.

Wie behandelt ihr eine solche bAV in eurer FIRE-Planung? Mich interessiert vor allem, ob ihr sie bis zum Auszahlungsalter komplett ignoriert oder bereits vorher mit einem deutlichen Abschlag in euer Nettovermögen einrechnet.


r/fireGermany 13d ago

Frage / Hilfe Inwiefern kalkuliert ihr euer voraussichtliches Erbe in eure Finanzplanung mit ein?

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r/fireGermany 14d ago

Karriere & Einkommen Duales Studium 2027 bei Porsche/Mercedes: Steuerberater-Kanzlei vs. Konzernkarriere

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r/fireGermany 19d ago

Erfahrungsbericht/Storytime Der FIRE-Weg lohnt sich auch dann, wenn man abbricht

241 Upvotes

Als das erste Einkommen nach dem Studium kam, wurde FIRE schnell zum Ziel. Die Ausgaben wurden auf studentischem Niveau gehalten, die Sparrate wuchs mit jeder Gehaltserhöhung, alles ging in breite ETFs. Ziel war FIRE mit 50, und es war mathematisch auch sehr realistisch.

Tja, das Leben verlief etwas anders. Partnerin gefunden, dezente Lifestyle-Inflation, Vater geworden, jetzt gerade Alleinverdiener, Umzug nach München für Familiennähe, ein Garten wäre mit Kind schon super.

Plötzlich kommt die Erkenntnis, dass ich Geld und Konsum (wie eine Wohnung in Wunsch-Wohnlage mit Garten und das Kind nicht schon nach einem Jahr in Betreuung zu geben) heute super gebrauchen kann. Das ist mir viel wichtiger, als mit 50 nicht mehr zu arbeiten.

Und jetzt, wo die Sparrate nahe 0 ist, ist es extrem wertvoll, aus früheren Zeiten das gefüllte (niedrig 6-stellige) Depot zu haben. Es wird niemals für FIRE reichen, aber es gibt eine tolle Sicherheit auch bei hohen laufenden Ausgaben. Die Freunde, die in den Zwanzigern weniger gespart haben, können solche Wege jetzt nicht gehen.

Der Post ist als Appell gemeint: Wenn du dir nicht ganz sicher bist, ob FIRE wirklich ein lohnenswertes Ziel ist, fang dennoch erstmal an.


r/fireGermany 19d ago

Karriere & Einkommen 21M, 50k Depot, welchen Extremjob für schnelles Fire ohne besondere Qualifikation?

27 Upvotes

Hallo,

ich würde gerne mal eure Ideen hören, was ihr in meiner Situation machen würdet, wenn das Ziel nicht eine langfristige Karriere, sondern ganz bewusst wäre, für wenige Jahre möglichst viel Geld anzusparen. Aktuell ca. 1700-2300€ Sparrate bei ca. 700-800€ Ausgaben.

Ziel ist mit 300-400k von <1000€/Monat langfristig zu Leben. (Ja ist gut möglich in Deutschland auch wenn einige das anders sehen werden.)

Kurz zu mir:

- Ausbildung in einer Mindestlohnbranche ohne Aufstiegschancen und werde keine weitere machen.

- zusätzlich etwas Erfahrung in der Sicherheitsbranche

- ansonsten keine besondere berufliche Qualifikation

Mir geht es ausdrücklich nicht darum, welchen Beruf ich langfristig machen sollte oder welche Weiterbildung mir irgendwann 300€ mehr bringt, da ich nur noch plane, wenige Jahre hart zu arbeiten um endlich in Freiheit leben zu können.

Interessant wären für mich deshalb Jobs, bei denen man ohne Studium/ besondere Ausbildung bzw. mit wenig Erfahrung relativ schnell oder sofort auf ein maximal hohes Einkommen kommt.

Gerne auch Sachen wie:

Schichtarbeit

Nacht-/Wochenendarbeit

12+h-Schichten

psychisch/physisch belastende Jobs

ggf. Ausland aber Deutschland bzw. ein deutscher AG wäre mir lieber

viele Überstunden (aktuell gehe ich eh Richtung 60h)

harte oder unangenehme Jobs, die andere nicht lange machen wollen

Was wären eure konkreten Vorschläge?

Bin gespannt auf eure Ideen, gerne auch ungewöhnliche Sachen, auf die man als normaler Mensch nicht unbedingt kommt.