Hallo zusammen!
Wie aus dem Titel des Beitrags bereits hervorgeht, bin ich momentan arbeitslos. Das Zweite Examen habe ich vor etwa drei Monaten abgelegt, leider nur mit einem schlechten ausreichend, also 4,x Punkten. Seitdem befinde ich mich auf der Suche nach einer Arbeit, leider hatte ich bisher jedoch keinen Erfolg, was mich langsam aber sicher deprimiert. Bisher habe ich 25 Bewerbungen geschrieben, wovon in Bezug auf auf einige zwar noch keine Reaktion ergangen ist. Ansonsten erhalte ich häufig Absagen, wobei auch fünf Einladungen zu einem Vorstellungsgespräch dabei waren.
Mir ist bewusst, dass meine Note im Zweiten Examen ein Hauptgrund für die Ablehnungen ist (im Ersten Examen hatte ich immerhin noch ein mittleres befriedigend), weswegen ich den Gedanken hege, das Zweite Examen zur Verbesserung nochmal zu schreiben. Das Problem an diesem Plan ist jedoch, dass ich es einfach nicht schaffe, zumindest eine Teilzeitstelle zwecks Finanzierung des Verbesserungsversuchs zu finden. Da die Stelle einen Überbrückungscharakter haben soll, bewerbe ich mich hautsächlich im ÖD, denn die Stellen in der freien Wirtschaft oder als Rechtsanwalt erfordern in den allermeisten Fällen eine mehrjährige Berufserfahrung, die ich nicht aufweise. Neben ÖD-Stellen nehme ich auch Versicherungen mit. Eigentlich dachte ich, es würde leichter sein, eine Arbeit zu finden, aber da habe ich mich wohl ziemlich geirrt. Zwar gibt es Stellen im ÖD unter der E-13-Stelle im gehobenen Dienst, aber auf solche möchte ich mich ungern bewerben, da es mich einfach nur deprimiert, dass ich solche Stellen auch "nur" mit einem Bachelor hätte ausüben können, und mir den Leidensweg bis zum Zweiten Examen hätte sparen können.
Ab und an spiele ich mit dem Gedanken, die ganze Sache sein zu lassen, um einfach nur irgendwo zu arbeiten. Da ich das Referendariat wegen mehrerer Faktoren als Zersetzungsmaßnahme empfand, und schon im Referendariat häufig erschöpft und antriebslos war, habe ich vor kurzer Zeit einen Arzt aufgesucht, da ich auch drei Monate nach Abschluss der juristischen Ausbildung Erschöpfungszustände mentaler Natur aufzeige. Dieser hat mir eine Überweisung zu einem Facharzt mitgegeben und eine Verdacht auf Burnout geäußert, wobei nicht ausgeschlossen ist, dass sich ein möglicher anfänglicher Burnout in eine Depression entwickelt hat...
Bitte entschuldigt die langen Ausführungen: ich denke ich bin einfach an einem Punkt angekommen, wo ich wirklich nicht mehr weiter weiß, und einfach einen Rat brauche. Vielleicht hat jemand von euch eine ähnliche Erfahrung machen können und kann meine Situation nachvollziehen? Ich freue mich über jeden Beitrag!