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Siemens, Energy
Siemens Energy Aktie: 17,9 Milliarden Rekord-Auftragseingang
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 19:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Drei Analysehäuser sehen SpaceX nicht als Gefahr für Siemens Energy. Rekordaufträge und Gamesas positives Quartal stützen den Konzern.
Siemens Energy AG (DE000ENER6Y0) errichtet Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee, Techniker erreichen Turbine per Boot Illustration mit AI erstellt.
Die Nachricht, dass Elon Musks SpaceX in die Fertigung von Gasturbinen-Komponenten für eigene Rechenzentren einsteigen will, hatte die Siemens-Energy-Aktie zuletzt belastet. Heute liefern gleich drei Analysehäuser eine Einordnung, die den Kursdruck relativiert.
Jefferies, JPMorgan und Deutsche Bank Research bewerten die Berichte über SpaceX nicht als Angriff auf das Kerngeschäft von Siemens Energy, sondern als Beleg für die ungebrochene globale Nachfrage nach Strom.
JPMorgan-Analyst Phil Buller bestätigte seine Einstufung "Overweight" mit einem Kursziel von 245 Euro und betonte, Gasturbinen-Komponenten machten lediglich zehn Prozent des Konzernumsatzes aus.
Deutsche-Bank-Analyst Gael de-Bray bekräftigte die "Buy"-Empfehlung mit Kursziel 210 Euro und wertete das SpaceX-Vorhaben als Versuch zur Sicherung der eigenen KI-Infrastruktur, nicht als breiten Markteintritt in den Turbinenmarkt. Jefferies beließ das Rating ebenfalls bei "Buy" mit einem Kursziel von 215 Euro.
Kursreaktion trotz positiver Analystenstimmen
Die Beruhigungssignale der Analysten haben den Abwärtsdruck bislang nicht gestoppt. Die Aktie notiert aktuell bei 140,74 Euro und verliert im heutigen Handel 1,4 Prozent.
Auf Wochensicht steht ein Minus von 8,1 Prozent, das Papier liegt damit rund 28 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 195,38 Euro vom April. Der RSI von 36,7 signalisiert eine überverkaufte Marktlage, was die Diskrepanz zwischen skeptischer Kursbewegung und unveränderter Analystenzuversicht unterstreicht.
Der Kontrast zwischen operativer Stärke und Kursschwäche wird durch die jüngsten Geschäftszahlen deutlicher. Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete Siemens Energy einen Rekord-Auftragseingang von 17,9 Milliarden Euro.
Bemerkenswert: Die Windtochter Siemens Gamesa erzielte erstmals seit dem Geschäftsjahr 2022 wieder ein positives Quartalsergebnis – ein Signal, dass sich das jahrelange Sanierungsprojekt in der Windkraftsparte auszahlt.
CEO verteidigt Rechenzentren-Boom
Auch operativ hält das Management an seiner Wachstumserzählung fest. Konzernchef Christian Bruch bezeichnete in einem Bloomberg-TV-Interview am Montag Sorgen vor einer Blase bei Rechenzentren-Investitionen als unbegründet und bestätigte, dass Reservierungen zunehmend in feste Aufträge umgewandelt würden.
Diese Aussage stützt die Argumentation der Analysten, wonach die Stromnachfrage aus dem KI- und Rechenzentrensegment strukturell und nicht spekulativ getrieben sei.
Ein weiteres Signal für Zuversicht im Unternehmensumfeld: Zwischen dem 22. und 28. August wurde ein Insiderkauf von Aktien im Wert von rund 100.260 Euro gemeldet. Solche Käufe gelten gemeinhin als Vertrauensbeweis aus den eigenen Reihen, auch wenn sie das Kursbild kurzfristig kaum beeinflussen.
Blick nach vorn
Anleger richten den Blick nun auf die für den 11. November angesetzte Veröffentlichung der Bilanz für das Geschäftsjahr 2026. Bis dahin dürfte die Debatte um die Bedeutung der SpaceX-Pläne für die Wettbewerbslandschaft im Turbinengeschäft weiterlaufen – die Kursziele der drei Analysehäuser zwischen 210 und 245 Euro implizieren jedenfalls erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau.
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TLDR - HALBER BIBEL, du weißt schon:
- Elon Musk / SpaceX-Sorgen unbegründet: Die Nachricht, dass SpaceX Turbinenkomponenten für eigene Rechenzentren bauen will, belaste zuletzt die Aktie. Analysten von JPMorgan, Deutsche Bank und Jefferies entwarnen jedoch: Es handelt sich um Eigenbedarf für KI-Infrastruktur, nicht um direkte Konkurrenz. Turbinenkomponenten machen nur 10 % des Umsatzes von Siemens Energy aus.
- Positive Analysten-Ratings: Alle drei Häuser raten weiterhin zum Kauf (Kaufempfehlungen / Overweight) mit hohen Kurszielen zwischen 210 € und 245 €.
- Operative Rekordzahlen: Im 3. Quartal 2026 erzielte der Konzern einen Rekord-Auftragseingang von 17,9 Mrd. Euro. Die Windkraft-Tochter Siemens Gamesa schrieb erstmals seit 2022 wieder schwarze Zahlen.
- Aktueller Kurseinbruch: Trotz starker Zahlen und Führungskräfte-Insiderkäufen gibt die Aktie weiter nach (aktuell 140,74 Euro, -1,4 % heute, -8,1 % auf Wochensicht). Sie gilt mit einem RSI von 36,7 als technisch überverkauft.
- Ausblick: Konzernchef Christian Bruch betont die anhaltend hohe Nachfrage aus dem Rechenzentren-Boom. Die nächsten Jahresbilanzzahlen folgen am 11. November 2026.