r/Poems 14h ago

Ein Tuch im Wind

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Klartext aus dem Herzen

Nach dreizehn Jahren Schmerz.
Ich heiße Pan. Ich bin ein kleiner Mann am Wasser, der oft gefallen ist, sich lange an fremden Maßstäben gemessen hat und irgendwann nach all dem Fallen auf sich selbst gefallen ist.
Ich bin Bademeister und Rettungsschwimmer. Und doch war ich lange ein Mensch, der im eigenen Leben nicht mehr schwimmen konnte, bis ich gelernt habe, mir selbst die Hand zu reichen.
Nicht, weil ich weise bin.
Nicht, weil ich stärker oder größer wirken möchte als andere.
Sondern weil ich gelernt habe, ehrlicher hinzusehen.
Dieser Text ist meine ausgestreckte Hand von mir zu dir.
Kein Rat.
Kein Anspruch.
Kein Versprechen.
Nur der Versuch, etwas Menschlichkeit, Mitgefühl und Respekt weiterzutragen.

Hier ist mein Klartext aus dem Herzen.
Mein Tuch im Wind.

Manchmal beginnt etwas Großes
mit einem Keim.
Vielleicht nur mit einem Augenblick,
in dem ein Mensch innehält.
Hinsieht.
Und etwas erkennt,
das längst schon da war,
aber noch keinen Namen hatte.
Etwas beginnt.
Leise.
Fast unsichtbar.
Vielleicht beginnt genau dort
eine Reise.
Nicht hinaus in die Welt.
Sondern zuerst
zu uns selbst.
⚪️

I. Was bleibt
Manchmal gehe ich durch mein Leben
wie durch einen stillen Wald im Frühherbst.
Blätter fallen leise,
und niemand zählt, wie viele.
Manchmal denke ich daran,
wie viel von dem, was wir geben,
aus dem entstanden ist,
was andere uns einmal gegeben haben.
Etwas geht
von einem Menschen zum nächsten
und wird dabei
nicht weniger.
Vielleicht Liebe.
Vielleicht Glück.
Vielleicht nur ein Blick.
Ein Wort.
Ein Gefühl.
Dass jemand da ist.
Dass jemand zuhört.
Dass jemand einen
für einen Augenblick
wirklich sieht.
Wie ein Tuch im Wind,
weitergetragen
über Wiesen und Wege,
über Hindernisse,
Berge und Täler,
so weit,
wie ein wenig Menschlichkeit reicht.
Und manchmal stelle ich mir vor,
wir wären auf diesem Tuch.
Ganz leicht.
Ganz sanft.
Zwischen Erde und Himmel.
Zwischen Wasser und Wolken.
Ohne wissen zu müssen,
wohin.
Nur für diesen Augenblick.
Wie eine Sternschnuppe,
die für einen Moment
den Himmel berührt
und weiterzieht.
Nicht verloren.
Nur weitergezogen.
Vielleicht tragen wir alle
einen kleinen Keim in uns.
Lange unsichtbar.
Und trotzdem da.
Wie Erde,
die still erscheint
und doch voller Leben ist.
Wie der erste Regen
nach langer Dürre.
Etwas beginnt wieder
zu atmen.
Vielleicht auch das:
Menschlichkeit.
Lange war ich
wie ein kleiner rollender Stein
in einer Flut
aus größeren Steinen.
Vielleicht habe ich mich
deshalb so oft
zu klein gefühlt.
Zu anders.
Zu viel.
Oder nicht genug.
Vielleicht habe ich mich
nur zu lange
an einem Maß gemessen,
das nie meines war.
An Erwartungen.
An Vorstellungen davon,
wie gerade ein Weg,
wie ruhig ein Leben,
wie sicher ein Schritt
sein sollte.
Ich war trotzdem dieser Stein.
Angestoßen.
Weitergetragen.
Verändert.
Immer in Bewegung.
Immer auf der Suche.
Manchmal
auf der Flucht vor mir selbst.
Bis von dem,
was ich einmal gewesen war,
nicht mehr alles
übrig blieb.
Aber etwas blieb.
Ganz tief.
Fast unsichtbar.
Ein Funke.
Ein Atemzug.
Ein Gedanke.
Etwas in mir,
das sich weigerte,
ganz zu verschwinden.
Vielleicht genau das,
was nie gemessen werden konnte.
Das Eigene.
Und irgendwann
habe ich verstanden:
Ankommen ist vielleicht
kein großes Ereignis.
Vielleicht ist es der Augenblick,
in dem wir aufhören,
einem fremden Maß genügen zu wollen,
und merken:
Ich bin noch da.
Ich atme noch.
Ich fühle noch.
Vielleicht muss Ankommen
nicht für immer sein.
Vielleicht hebt der Wind
uns irgendwann wieder an.
Dann fliegen wir weiter.
Leben weiter.
Aber nicht mehr
fort von uns.
Mit uns.

II. Getragen
Wir können nicht verhindern,
dass Menschen gehen.
Wir können nichts festhalten,
dessen Zeit vorbei ist.
Und manchmal reichen Worte nicht
für das,
was ein Mensch
in einem anderen zurücklässt.
Manche Abschiede bleiben.
In einem Geruch.
In einem Lied.
In einem Satz,
den niemand sonst versteht.
In einer bestimmten Art
von Licht.
In einem Blick.
Dann stehen wir manchmal da
wie ein Mensch am weiten Meer
an einem nebligen Morgen.
Die Aussicht fehlt.
Die Richtung vielleicht auch.
Und trotzdem
gehen wir weiter.
Nicht immer mutig.
Nicht immer stark.
Manchmal nur,
weil der nächste Atemzug
von selbst kommt.
Und danach noch einer.
Denn selbst im Nebel
ist der Weg noch da.
Wir können den Wind
nicht ändern.
Aber vielleicht können wir lernen,
uns von ihm tragen zu lassen.
Und irgendwo
hebt sich wieder
dieses Tuch im Wind.
Nicht festgehalten.
Nicht verloren.
Einfach getragen.
Vorbei an einem Olivenzweig.
Über stilles Wasser,
auf dem eine Seerose ruht
und sich dem Licht öffnet.
Nicht vollkommen.
Gewachsen.
Wie die Rose
des kleinen Prinzen.
Kostbar nicht deshalb,
weil sie schöner ist als alle anderen,
sondern weil jemand
sie wirklich gesehen hat.
Vielleicht sind es
die kleinen Dinge.
Ein Blick.
Ein Wort.
Eine warme Hand.
Ein Lächeln.
Ein Morgen,
leichter als der gestrige.
Dass jemand da war.
Dass jemand zugehört hat.
Dass jemand
für einen Augenblick blieb.
Manchmal ist
ein Augenblick genug,
um etwas in uns
zu verändern.
Vielleicht ist das
der wahre Himmel:
kein Reich aus Gold.
Kein Besitz.
Kein Preis.
Nur Menschlichkeit.
Ein Mensch,
der einen anderen sieht.
Eine Hand,
die nicht sofort loslässt.
Ein wenig Wärme,
wenn es kalt geworden ist.
Mit Gefühl.
Mitgefühl.
Ich habe viel erlebt.
Viel gefühlt.
Verloren.
Wiedergefunden.
Vielleicht nur,
um etwas weitergeben zu können.
Damit ein anderer Mensch
sich für einen Augenblick
weniger allein fühlt.
Ich möchte nichts beweisen.
Nicht stärker wirken.
Und auch nicht weise.
Nur verlässlich sein.
Denn ein offenes Herz
darf leise sein.
Und ein gebrochenes auch.
Stärke muss nicht laut werden,
um echt zu sein.
Manchmal ist Stärke nur:
noch zu atmen.
Ich bin gefallen.
Ich habe geweint.
Ich bin aufgestanden.
Und irgendwann
bin ich nach all dem Fallen
auf mich selbst gefallen.
Vielleicht war das
kein Ende.
Vielleicht war es Ankommen.
Ich bin noch da.
Ich atme noch.
Ich tauche nicht unter.
Ich tauche auf.

III. Wir
Vielleicht bedeutet Nähe
nicht immer,
jemanden festzuhalten.
Vielleicht bedeutet sie manchmal:
Bei dir.
Bei mir.
Bei uns.
Und manchmal bedeutet sie,
loslassen zu können
und trotzdem dankbar zu bleiben
für das, was war.
Auf dieser blauen Perle im All
begegnen sich Menschen.
Manchmal für Jahre.
Manchmal für Tage.
Manchmal nur
für einen Augenblick.
Und trotzdem
kann etwas bleiben.
Nicht als Besitz.
Nicht als Versprechen.
Sondern in einem Blick.
In einer Berührung.
In der Art,
wie wir später
einem anderen Menschen begegnen.
Vielleicht hinterlässt jeder Mensch,
der uns wirklich erreicht,
ein wenig von sich.
Nicht damit wir ihm folgen.
Sondern damit wir
unseren eigenen Weg
wieder sehen können.
Vielleicht sind es genau diese Menschen,
die uns nicht retten,
aber uns daran erinnern,
dass wir noch da sind.
Dass wir noch fühlen.
Dass wir noch atmen.
Vielleicht bedeutet Heilung
nicht,
jemand anderes zu werden.
Vielleicht bedeutet sie,
wiederzufinden,
was lange still war.
Bei sich anzukommen.
Nicht für immer.
Nur jetzt.
Hier.
Bei mir selbst.
Manche Erinnerungen
brauchen keine Zukunft.
Vielleicht dürfen sie
einfach gewesen sein.
Ein Blick.
Eine Berührung.
Ruhe.
Und dieses seltene Gefühl,
nirgendwo anders
sein zu müssen.
Wie beim Mädchen
mit dem Perlenohrring.
Nicht nur angeschaut.
Gesehen.
Sanft.
Still.
Ein Blick,
der nichts fordert
und gerade deshalb
etwas in mir öffnet.
Vielleicht ist es wie
ein Gänseblümchen,
vom Wind gestreichelt
und von der Sonne berührt.
Ganz unscheinbar.
Und für einen Augenblick
das Schönste
auf der ganzen Wiese.
Der Wind bleibt nicht.
Auch die Sonne
zieht weiter.
Aber der Augenblick
war da.
Und vielleicht reicht das.
Dann denke ich
an meine erste Blume.
Nicht,
weil sie vollkommener war.
Sondern weil sie
Bedeutung hatte.
Vielleicht entsteht Schönheit
genau dort:
wenn etwas Kleines
einzigartig wird,
weil ein Mensch
es wirklich gesehen hat.
Vielleicht gilt das
auch für Menschen.
Manche bleiben nicht.
Kein Mensch
gehört einem anderen.
Manche Wege
gehen auseinander.
Und trotzdem
verliert eine Erinnerung
nicht ihren Wert.
Denn Erinnerung
ist kein Anspruch.
Sie sagt nicht:
Bleib.
Sie sagt:
Du warst da.
Und etwas davon
ist geblieben.
Vielleicht unter
demselben Himmel.
Vielleicht unter
demselben Stern.
Vielleicht sehen zwei Menschen
ihn irgendwann
von verschiedenen Orten aus.
Nicht nebeneinander.
Vielleicht nie wieder
zur selben Zeit.
Und trotzdem
ist es derselbe Himmel.
Ich kann die Sterne
nicht verschieben.
Ich kann keinen Menschen
zu mir ziehen.
Und ich muss es auch nicht.
Vielleicht liegt darin
Verantwortung:
nicht zu besitzen,
was uns berührt hat.
Nicht festzuhalten,
was frei sein muss.
Nicht aus Erinnerung
eine Forderung zu machen.
Sondern sie
behutsam zu tragen.
Vielleicht liegt darin
einer der stillsten Siege:
einem Menschen
in die Augen gesehen zu haben
und später nicht daran zu denken,
was man haben wollte,
sondern daran,
was man gefühlt hat.
Ruhe.
Wärme.
Menschlichkeit.
Vielleicht
ein kleines Lächeln.
Und irgendwann
wird sogar die Perle nebensächlich.
Es bleibt der Mensch.
Der Blick.
Das Licht.
Vielleicht ist Schönheit
genau das.
Nicht Vollkommenheit.
Nicht Besitz.
Nicht Festhalten.
Sondern ein Augenblick,
der nichts verspricht
und trotzdem bleibt.
Ein Geschenk der Zeit.
Vielleicht zeitlos.
Und irgendwann
stehe ich wieder
in diesem stillen Wald.
Mittlerweile
im Spätherbst.
Die Blätter fallen
noch immer leise.
Aber diesmal
fällt Licht zwischen sie.
Der Nebel
ist nicht verschwunden.
Vielleicht muss er das
auch gar nicht.
Heute weiß ich:
Man muss nicht alles sehen,
um weiterzugehen.
Manchmal reicht
ein wenig Licht
für den nächsten Schritt.
Das Licht musste die Blätter
nie daran hindern,
zu fallen.
Es musste nur
zwischen ihnen hindurchfinden.
Vielleicht entsteht
das Schönste dort,
wo Licht und Schatten
sich nicht bekämpfen,
sondern einander
sichtbar machen.
Vielleicht auch dort,
wo Sonne
auf Regen trifft.
Für einen Augenblick
entsteht etwas,
das vorher
nicht zu sehen war.
Ein Regenbogen.
Nicht weil der Regen
verschwunden ist.
Nicht weil plötzlich
alles Licht geworden ist.
Sondern weil beides
gleichzeitig da sein darf.
Licht.
Regen.
Farbe.
Vielleicht ist es
mit uns genauso.
Vielleicht reicht es,
wenn ein wenig Licht
durch unsere dunklen Seiten findet.
Früher hätte ich vielleicht
nach dem Gold
am Ende des Regenbogens gesucht.
Heute glaube ich,
das Wertvolle
liegt nicht dort.
Vielleicht liegt es
in dem Augenblick,
in dem wir stehen bleiben,
hinsehen
und merken:
Wir sind noch da.
Mit unseren Träumen.
Mit unseren Narben.
Mit allem,
was gleichzeitig wahr sein darf.
Der Regenbogen
bleibt nicht.
Und trotzdem
war er da.
Und irgendwo darunter
schwebt wieder
dieses Tuch im Wind.
Nicht neu.
Nicht unversehrt.
Es trägt Spuren
von manchem Sturm.
Und trotzdem trägt es.
Nicht zurück.
Weiter.
Von Mensch zu Mensch.
Von Erinnerung
zu Erinnerung.
Nicht verloren.
Nur weitergetragen.
Und vielleicht erinnert sich
für einen Augenblick
auch das Kind in uns daran,
wie es sich anfühlte,
nicht stark sein zu müssen.
Einfach getragen.
Ganz leicht.
Wie vom Wind.
Wie ein Tuch im Wind.
Denn:
Wir werden.
Wir wirken.
Wir bleiben.
Vielleicht nicht
nebeneinander.
Vielleicht nur
in kleinen Dingen.
In einem Blick.
In einem Wort
zur richtigen Zeit.
In einer Hand.
In ein wenig Wärme
in einem anderen Menschen.
Vielleicht musste mein Weg
nie gerade sein.
Vielleicht musste er
nur ehrlich sein.
Durch Nebel.
Durch Licht.
Durch Regen.
Durch Nähe.
Durch Entfernung.
Durch das Fallen.
Durch das Wiederaufstehen.
Bis ich irgendwann
verstanden habe,
dass ich vielleicht
gar niemand anderes
werden musste.
Vielleicht war ich nie
zu viel.
Vielleicht auch nie
zu wenig.
Vielleicht habe ich mich
nur zu lange
mit einem Maß gemessen,
das nie meines war.
Und vielleicht bedeutet
bei sich anzukommen auch,
dieses Maß
aus der Hand zu legen.
Nicht größer.
Nicht kleiner.
Nicht richtiger.
Nur eigener.
Vielleicht war ich
einfach Mensch.
Ich bin nur Mensch.
Ein kleiner Mann am Wasser.
Nicht größer
als der Horizont.
Nicht stärker
als das Meer.
Kein Held.
Kein Opfer.
Nur ich selbst.
Ich heiße Pan.
Ich bin Bademeister.
Ein einfacher Rettungsschwimmer.
Und vor allem
ein Mensch,
der im Leben
nicht mehr schwimmen konnte
und irgendwann gelernt hat,
sich selbst
die Hand zu reichen.
Nicht vollkommen.
Nicht fertig.
Aber ich.
Und bereit,
weiterzugehen.
Vielleicht wieder
zu schwimmen.
Aber nicht mehr
fort von mir.
Mit mir.
Bei mir.
Ich bin noch da.
Ich tauche nicht unter.
Ich tauche auf.
Ich atme wieder.
Und weiter.
Und was bleibt?
Ein Blick.
Ein Wort.
Ein wenig Licht.
Etwas von mir
bei dir.
Etwas von dir
bei mir.
Nicht festgehalten.
Nicht zurückgefordert.
Nicht weniger geworden.
Nur weitergetragen.
Von Mensch
zu Mensch.
Zum Wir.
Einfach wir.
Mit Gefühl.
Mitgefühl.

Widmung
Für die Menschen,
die getragen haben.
Für die Menschen,
die tragen.
Und für die Menschen,
die selbst getragen wurden.
Für die,
die geblieben sind.
Und für die,
die gegangen sind,
von denen aber
etwas geblieben ist.
Für Begegnungen,
die kein Versprechen brauchten,
um Bedeutung zu haben.
Für Augenblicke,
die vorbei sind
und trotzdem
nicht verschwunden.
Für Blicke.
Für Worte.
Für Hände.
Für Licht.
Für Erinnerungen.
Für alles,
was ein Mensch
in einem anderen hinterlässt,
ohne es je
ganz zu wissen.
Vielleicht ist dieser Text
nur meine kleine Hand,
ausgestreckt
von Mensch zu Mensch.
Nicht,
um jemanden festzuhalten.
Nur um zu sagen:
Ich habe gesehen.
Ich habe gefühlt.
Ich habe gelernt.
Und es geht weiter.
Immer.
⚪️
Der Keim
Der Anfang des Sehens.
Ein Mensch hält inne
und sieht.
Nach außen.
Und nach innen.
Sehen.
⚪️
Der Faden
Kein Mensch
ist fertig.
Wir wachsen
aus Begegnungen,
Erfahrung,
Reibung,
Verlust
und Freude.
Nicht makellos.
Gewachsen.
Werden.
⚪️
Das Gewebe
Kein Faden
bleibt für sich allein.
Ein Blick erreicht
einen anderen Menschen.
Ein Wort wirkt weiter.
Eine Hand
berührt eine andere.
Wirken.
⚪️
Das Tuch
Und irgendwann
wird aus all diesen Fäden
vielleicht ein Tuch.
Nicht vollkommen.
Nicht ohne Risse.
Aber tragfähig.
Wir können den Wind
nicht bestimmen.
Aber wir können darauf achten,
was wir ihm anvertrauen.
Ein Wort.
Eine Hand.
Ein wenig Wärme.
Eine Erinnerung.
Vielleicht Liebe.
Vielleicht Glück.
Vielleicht nur
das Gefühl,
dass jemand
für einen Augenblick da war.
Weitertragen.

Die Essenz
Sehen.
Werden.
Wirken.
Weitertragen.
Vielleicht ist das
der ganze Weg.
Nicht alles
muss bleiben,
um Bedeutung gehabt zu haben.
Nicht jeder Mensch
muss bei uns bleiben,
damit etwas von ihm bleibt.
Nicht jede Erinnerung
braucht eine Zukunft.
Manche dürfen einfach
Erinnerungen sein.
Still.
Warm.
Frei.
Blätter fallen leise,
und niemand zählt, wie viele.
Was fällt,
ist nicht immer verloren.
Manches wird Erde.
Manches Erinnerung.
Manches Licht.
Und manches
wird weitergetragen.
Vielleicht musste kein Weg
gerade sein,
um ein wirklicher Weg
gewesen zu sein.
Vielleicht musste er
nur ehrlich sein.
Vielleicht musste auch
kein Mensch
einem fremden Maß entsprechen,
um genug
gewesen zu sein.
Dreizehn Jahre.
Nicht immer frei
im Denken.
Nicht immer frei
im Fühlen.
Nicht immer frei
im Leben.
Jahre mit Dunkelheit.
Mit Gedanken
an den Tod.
Und trotzdem:
Ich bin hier.
Danke
für das Gefühl.
Danke
für den Augenblick.
Danke
für das, was blieb.
Das ist
mein Geschenk zurück.
Vielleicht ist das
am Ende alles:
Ein Mensch sieht.
Ein Mensch fühlt.
Ein Mensch trägt etwas weiter.
Und irgendwo
zwischen Nähe und Entfernung,
zwischen Erinnern und Loslassen,
zwischen Licht und Schatten,
zwischen Regen und Sonne
bleibt etwas,
das keinen Besitz braucht,
um wirklich gewesen zu sein.
Ein Augenblick.
Ein Mensch.
Ein wenig Wärme.
Und das Wissen:
Ich war da.
Du warst da.
Wir waren da.
Und etwas davon
geht weiter.
Ein Tuch im Wind
ist auch auf mich gefallen.


r/Poems 2h ago

Reader Beware

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Reader beware

Once you enter my world you may never be the same .

Like stepping through a mirror and entering another world , so you will be when you read my poetry .

I want you to touch and feel a world beyond your own . Feel the magic in the words I share .

For what we see may lift us out of the ordinary and the mundane .

Though it feels like we were hit by Cupids arrow .

This feeling is a choice and the desire to fall in love is human .

But please remember you have a choice no matter how captivating my poetry .

This is the place where nothing is ever lost for good but we will find it again .

Time to rediscover your mojo


r/Poems 4h ago

The Newborn Trenches

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I lay you down
On the changing table
And change
The third poopy diaper
This morning.
I just put you in a new onesie
Since you spit up
All over your first one
And my second shirt today.
I’m still so tired from last night
Why do you only sleep well
When your dad isn’t out of town
For the night?
As I slip your clothes back on
I catch you smiling so big.
You’ve decided lately
That you love the feeling
Of getting dressed.
And you just started laughing
A day ago.
Boy, you’re lucky
And so am I
That you’re just
So darn cute.


r/Poems 5h ago

Lazy afternoons

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Lazy afternoons , no schedules to keep .

I slip into my pleasant slumber in this quiet place .

I bathe and I bask in the beauty of sweet poetry

Here nothing moves me

Nothing causes alarm

Looking for inspiration I stumble upon the beauty of your words

Enamored by your cover I open your book 📕 finding a deeper treasure inside .

Oh these lazy afternoons where I stumble across me and you. Forever satisfied with your presence .


r/Poems 6h ago

Send me a message

4 Upvotes

Well, it’s been a year now.
Sorry I wasted your time on me.
Do you want to know where I was?
No need for your answer.
I’ll tell you anyway
I spent my time with a friend,
And it really helped me get over you.

But, you know,
I saw you with your girlfriend.
I got jealous of her.
In the store, she held your hand,
And you hugged her.

What? Was that freedom for you?
But you left me in a grave
For years now.

Don’t worry about me,
I’ll recover pretty soon.

For the first time,
You didn’t send me a message.
It’s social suicide.

I can pretend we were never a couple.
I can say that you’re nobody.
I can keep going, but how?
How did I waste my time on you?

I prayed for us,
Believing it would last forever.
Now I see you with your muse,
And I still feel this pain in my chest.

Maybe you’ll send me a message?


r/Poems 6h ago

The power of a woman

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She wrapped me round her little finger .

I would have done anything for her

She knew she had power over me

She used it oh so well

I had no intention of falling

But I took the fall .

My pen freely flowed

She lapped up my best poetry .

We were on the same page until the next day

Where everything changed .

Claiming to be on some high moral ground

I felt like the offender with egg on my face .

Reality bites and I’ve learned to laugh at myself

Enjoy the moments but keep moving along

For my own pen must be free or not free at all .

We appreciate every moment

And the object lessons learned .

My weakness my kryptonite.

Otherwise I feel invincible like Superman


r/Poems 6h ago

A Nameless Feeling

3 Upvotes

There’s a feeling
that settles softly in the soul,
somewhere between waking and dreams,
among the roots of ancient trees
and beneath the quiet pull of the moon

Where sunlight spills
through trembling leaves
in ribbons of gold,
and morning dew rests
like tiny fallen stars
upon the grass.

The wind wanders there,
soft and unseen,
carrying secrets
from mountains
that have stood
longer than memory

Wildflowers turn their faces
toward the sun,
never wondering
if they are beautiful

Rivers slip over stone,
humming a melody
they’ve sung a thousand years,
while clouds drift lazily above,
always changing shape
without fearing what they will become

the sky opens itself
into impossible colors,
lavender melting into rose,
rose into fire,
fire dissolving into dusk

Until suddenly a darkened sky
is dusted with thousands of stars,
an endless sea of midnight blue
brushed with silver and violet,
spilling across the heavens
around a gentle rising moon

And there, is that feeling
that settles softly in the soul,
soft and weightless,
promising everything
and nothing at all


r/Poems 9h ago

An Author’s Pain

2 Upvotes

How can a heart feel love

When all it’s been is tortured

I don’t know if what I feel right now is

Real

Survival or

An innocent heart that has learnt from silent abuse

Am I the victim or the abuser


r/Poems 9h ago

I Love the Way

4 Upvotes

I love the way you run your fingers through my hair
while I’m lying softly against your chest.
Something about the gentleness of your touch
makes the rest of the world disappear.
I could stay there for hours,
melting into you,
if only you’d let me.

I love the way you kiss me three times
before we walk out the door,
as if you’re making sure
no kiss is ever left unfinished
before goodbye.

I love the way you ask me how I slept at night,
even when you were lying right beside me.
The little things you remember,
the questions you ask,
the quiet ways you make me feel seen.

I love the way you remind me to take my medicine
every single morning,
such a small gesture to anyone else,
but to me,
it’s another way you say,
“I care about you.”

I love the way your eyes look into mine
when we’re making love,
like for that moment
I am the only woman
to ever exist on this earth.

I love the way you hold me at night,
never wanting to let go,
like somehow my arms
are the only place
you want to be.

I love the way you understand me
without needing an explanation.
Sometimes all it takes is one look,
a shared smile,
a giggle between us,
and suddenly words aren’t necessary.

I love the way you check in on me
no matter how busy your day becomes,
taking a moment out of everything
just to remind me
that somewhere in your day,
you were thinking of me.
And most of all,

I love the way you bring out joy in me.
Every joke,
every story,
every little thing you say
has me smiling just because
I get to listen to you speak.

There are a million reasons I could love you,
and maybe I’ll spend forever discovering them all.

But for now,
I’ll simply say this—

I love the way you love me.
And I love the way
loving you
feels.


r/Poems 14h ago

Funeral (8/1/26)

3 Upvotes

I put on my best black suit
And step into my nice dress shoes
And black umbrella, never used

We drive down the road and to the lot
Winding streets meet the cemetery plot
The air, moist and boiling hot

A holy man stands above us tall
He says, “dies irae,” or “yitgadal”
And before long we feel so small.

My people stand around him, surrounding the pit which is dug as grave
And mourn for the one we couldn’t save

My generation weeps and cries
For the corpse of the life of promised lies.


r/Poems 15h ago

A bullet

2 Upvotes

save me an orange

to love you was to hand you a gun

and have you aim it at my heart

and pray you never pull the trigger


r/Poems 17h ago

the girl i abandoned..

43 Upvotes

i am turning back now
toward the girl
i abandoned to become
someone easier to love.

she is not too much.
she is not broken.
she is not a burden.
waiting to be forgiven.

she is mine.
and i will let her grieve.

i will let her speak.
i will let her need.

i will let her take up
every inch of the space
i once surrendered
just to keep someone else close.

and if letting you go
is what it takes
to finally come back to her,
then let this be
the last time
i disappear for love.
this time,
i’m staying with her.


r/Poems 17h ago

Chains

11 Upvotes

The countdown begins,
my heart sinks deep into my chest.
a reminder that it’s coming to an end.
Like the ink from my pens,
like the tears running down my face.
Time is running out,
and I wanna run too!
Away from this,
from hell,
away from these punishing truths.
From the chains that keep me
from ever being with you.
I wanna run towards safety,
and God!
I wanna run towards you.
There is no time.
It’s too late,
and it will all end soon.
You will forget me,
and I’ll forget you.
There is no “we.”
There is no “us.”
That is the only truth.
I’ll keep repeating myself:
It’s better being all on my own.
I don’t want you to carry my heavy load.
And it’s good, I suppose.
Because the chains of my life
I’ve built them all on my own.
You are so free
and adored.
This is for the best.
I won’t fight this, not anymore.
I’ll let my chains
drag this love down,
once and for all.


r/Poems 18h ago

Grief of belief

2 Upvotes

Let this be read for all of its worth;

"Pay, Never, no mind, it's not of this Earth.

It belongs to the sky if it's more than a myth.

Nothing becomes while it tries to exist.

Always, would die as far as i know.

Their conflict is time, or that of its flow.

Causing life trouble, because of their grief.

Chasing down death, with undying belief."

By M. Patrick Adams


r/Poems 18h ago

Failed

2 Upvotes

Mirror that doesn’t reflect, moon that doesn’t shine

Empty glasses sit and wait to be useful, what happens when the wine stops coming? those glasses become nothing more than a decoration


r/Poems 19h ago

A poem about your worth on a flimsy piece of paper.

2 Upvotes

Landscape of Purity

Blank sheets,

ones that called themselves God.

wrapping themselves on the surface of air,

warmth of the sun trapped outside,

an image appears to create a vision of worth.

Silhouettes stayed below, 

with colours dissipating in a lightless stage.

Will the sun finally rise,

your first sights leading to cluttered papers of abstract colours.


r/Poems 19h ago

If She Only Knew

25 Upvotes

I loved her in quiet moments,

in the pauses between her doubts.

If she saw herself through my eyes—

she’d never question her worth again.

To me, she was softness wrapped in strength,

a poem that never needed rewriting.

She searched for love in mirrors,

but missed the reflection in my gaze.

And in the silence of my devotion,

she slowly began to bloom,

not into someone new,

but into the truth of who she’d always been.


r/Poems 19h ago

Beloved

3 Upvotes

Years have passed since we fell apart,

Yet somehow you still live where I start.

Why does it feel, wherever I stand,

You’re right beside me, holding my hand?

What do I do with these restless hands?

Every face I draw turns into yours again.

Is this madness only living in me,

Or were you once this lost for me?

On a quiet road, I met my pain,

It held me close, I cried in the rain.

What was mine, and only mine,

Why did I lose it over time?

Those eyes I kissed without a reason,

Where did their love go, what was the season?

Beloved, my living air,

With you I breathe, without you where?

Tell me how I’m meant to stay alive,

Tell me how without you I survive.

Every moment, this ache won’t leave,

You’re the absence I can’t relieve.

I don’t know why you matter so much,

Why my soul still aches for your touch.

Sleep never came back, night after night,

I counted stars till my fingers burned white.

Beloved, my living air,

With you I breathe, without you where?

You’re my last tear, my final pain,

This heart won’t risk loving again.

In my evenings, no one belongs,

I loved you even when you were gone.

Don’t place distance where hope should be,

Tell me how you expect me to be.

Why test my heart, why stay away,

Come back from wherever you are today.

Every heartbeat speaks your name,

How do I live when nothing’s the same?

Now I have my answer, painfully clear,

I was nowhere in your life, my dear.

Yet somehow I was your whole world too,

It wasn’t just me lost in you…

You were lost in me too.


r/Poems 19h ago

False lovers, conditional friends, distant family

5 Upvotes

What are we fighting for?
It’s like you took a piece of me
Window of opportunity
Slammed into obscurity

The man in the mirror
Told me you were no closer
Now I wish I had known that

Looking into the past shows me
That this wouldn’t last
Even if it was my destiny
Cause you abandon me so fast


r/Poems 20h ago

This just a general idea that'll I'll expand on later. Any tips?

2 Upvotes

It's a new kind of pain

To be silently slipping

Mouth sealed in shame

Yet hoping someone would hear my silent scream

And pull me up


r/Poems 21h ago

I’m new to writing can you give me some tips on fixing the poem below

2 Upvotes

I want my last moments to be beautiful not curled up on a bathroom floor wondering what I did to lead me here. I want my last moments to be in a lovely garden the summer sun seeping into my skin as I surrender to death becoming one with the earth and my veins and grass becoming one


r/Poems 21h ago

Have a blessed day

2 Upvotes

On da real
I aint no gangstah
I gots manners
Rob ya n say thank yah

Sleep wit ya wife
“Have a blessed day”
Run those pockets
“Be safe on your way”

Take the coat off your back
“Stay warm out there!”
Shoes from your feet
“Here have a broken chair”

Don't look at me like that...
My kids gotta eat
"Have a blessed evening"
I’l see you in the streets


r/Poems 22h ago

Who I was

16 Upvotes

I’m just dumb,
Always emotional,
Avoidant to a default,
Selfish as a beta fish
Distorted vision of life
Why I want you as a wife
Set yourself free, but don’t forget me

I don’t want screens
You can make screams
With eyes sharing dreams
ears don’t know what it means
Write me with the truth,
Come find me in the booth,
Checking for the missing tooth,
Face my presence and go aloof.

I’m always here, always ready for you,
In whatever you need, I never want for you to bleed.
Any day you need a place to stay, stop by and get rested for the way.
The way you give me breath,
The way you help me see,
The way you enhance my food
The way you change how I think,

It was all for you, before I had to blink.

The finished project that nobody else deserves,
The fussing and fighting over strengthening our nerves.

I wait for your call,
Meditate on your return.

This time I will not let anything burn.


r/Poems 23h ago

I know

3 Upvotes

I know 

I know from an early age I was different 

I know my birth givers were supposed to have more compassion 

I know friendship early on 

I know that as early as age 6 I found my best friend. 

I know that I was shown early on what a marriage should not look like 

I know their marriage ending meant I had to move away from my best friend 

I know that as a teenager you wanted to reconnect 

I know that we did and it was like we picked up where we left off 

I know that you helped bring me out of my shell and discover my love for live music 

I know that your family became like my own. 

I know that's what an imperfect but loving family looked like 

I know that a few years after high school you got sick 

I know that you should have had more time 

I know that I wish you were still here 

 

I know that I had to learn life without a best friend. 

I know that the live music helped me meet many others that fill the void you left 

I know that there was something inside of me that was still twisted up. 

I know I wasn't able to hold down a job 

I know I kept hitting my breaking point. 

I know that after trying this job and that job and even trying a good paying job out of state, I felt empty. 

I know that when I came back I had to message you 

I know those big beautiful brown eyes captivated me 

I know that our first date was 6 hours long 

I know that falling in love with you was the easiest thing I have ever done. 

I know that I was shown again by your family and you what unconditional love truly is. 

I know that you showed me I don't have to accept conditional love 

I know that you showed me it's okay to cut toxicity out of your life 

I know that we wanted to get married in Harrison by the lake with all of our friends and family with us 

I know that we always said "when you go I go" 

I know we meant when we were old 

I know that won't happen anymore 

I know you were taken too soon 

I know that anytime a soulmate comes into my life, they die. 

I know that life feels empty now. 

I don't know how to keep going 

I don't know how to stay anymore. 

I don't know.