r/schreiben 7d ago

Autorenleben Sammelfaden: Woran schreibt ihr gerade?

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Schreibt ihr gerade einen Roman, eine Kurzgeschichte, vielleicht Tagebuch oder ein Gedicht, übt ihr euch in ecriture automatique oder schreibt ihr ausschließlich für r/schreiben? Was bringt euch zum Schreiben, was wollt ihr in Worte fassen?

Teilt eure aktuellen Projekte mit der Gemeinschaft. Gerne auch mit Links zu euren aktuellen Veröffentlichungen. Hier dürft ihr Werbung für euch und eure Werke machen. :)


r/schreiben 1h ago

Schreibpartner gesucht Schreibpartner für Transformer RP gesucht

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Hey,
Ich liebe Transformers und liebe es Geschichten zu schreiben! Anbraten beides zusammen oder noch besser ein Comic daraus erstellen. Aber erstmal wieder zur Story. Wir können mit eigenen Charakteren was schreiben oder mit denen die durch Comics und Serien bekannt sind. Ich schreibe am liebsten was mit Abenteuer, Humor und auch Romantik. Also ich bin bei fast allem dabei außer Horror und Thriller. Ansonsten bin ich für alles offen. 🙃freu mich wenn wir etwas zusammen schreiben könnten 🥰🫶
LG


r/schreiben 9h ago

Kritik erwünscht Bewertung des Schreibstyles

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Hallo,
ich arbeite an einem Roman und bin mit der Rohfassung fertig. Aktuell sitze ich an der Überarbeitung und hadere wie viele andere auch mit den Schreib style, bzw. Der Ungewissheit ob dieser gut ist.

Daher wollte ich nach euer Meinung fragen.
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Kapitel 1

Der Motor des Autos knattert in ihren Ohren und durch das offene Fenster dringt Geruch von Benzin. Der warme Sommerwind kitzelt auf ihren Sommersprossen. Für einen kurzen Moment schließt Lena die Augen, dann steigt sie aus. Über ihr, brummen Rotoren von gewaltigen Luftschiffen. Sie kniet sich hinter die offene Beifahrertür des kutschenartigen Streifenwagens und spannt den Hahn ihres Revolvers. Ihr Blick ist fest auf das Lagerhaus vor ihr gerichtet. Dessen Torbögen beinahe in den Himmel ragen. Worte aus einem blechernen Sprachtrichter, so groß wie ein Blumentopf, hallen in ihren Ohren nach.
»Sie sind umstellt. Kommen Sie mit erhobenen Händen heraus, oder wir sind gezwungen, Gewalt anzuwenden.«
Doch in dem Gebäude, gibt es keine Reaktion. Der Mann im braunen Mantel und Filzhut ruft erneut, doch wieder, keine Reaktion. Mit kreisendem Finger gibt er die nächsten taktischen Schritte vor. Das Brummen über Lena wird lauter und das Luftschiff schiebt sich langsam nach vorn. Als es über dem Dach schwebt, öffnen sich die Türen der Gondeln und Leinen fallen in die Tiefe. Gepanzerte Polizisten pirschen Richtung Lagerhaus. Einer nach dem anderen drückt sie sich an die Wand. Die Gewehre im Anschlag. Anschließend folgt ein kurzes Handzeichen. Dann zerreißen Schüsse die Luft. Das Glas der Oberlichter zerspringt. Splitter regnen klirrend zu Boden und schwarze Rauchschwaden quellen aus dem Dach. Lena zuckt zusammen und presst sich fester hinter die Wagentür. Die gepanzerten Beamten setzen sich in Bewegung und dringen sowohl vom Boden als auch aus der Luft in das Gebäude ein. Es werden Befehle gebrüllt und Schritte donnern über den Boden. Lena blinzelt und versucht, durch den Rauch etwas zu erkennen. Einige Sekunden geschieht nichts. Dann dringt ein ohrenbetäubender Knall in ihre Ohren.
Die Metallkonstruktion der Lagerhalle kreischt. Kurz darauf brechen zwei Träger in sich zusammen. Staub und Rauch schießen aus dem Gebäude in die Höhe.
Dann, wieder Stille. Nur das ferne Brummen des Luftschiffs bleibt.
Schließlich wird die Tür der Haupthalle aufgestoßen. Die Uniformen der Beamten sind mit Staub bedeckt.
»Sie sind weg!«
Der Schutzmann der gepanzerten Einheit nimmt sich die Pickelhaube vom Kopf und fährt sich mit der Hand durch seine verschwitzten Haare.
Hauptkommissar Petersen tritt gegen den Weißwandreifen seines Wagens.
»Verdammt nochmal!«, knurrt er. Sein Blick wandert über das Lagerhaus. »Die hatten einen Vorsprung. Oder einen verdammt guten Plan.« 
Lena richtet sich langsam auf.
»Oder beides«, murmelt sie.

Lena schiebt den Hahn ihres Revolvers wieder nach vorn und steckt ihn in das Holster ihres Gürtels. Ihr Blick schweift über die mittlerweile ruhige  Einsatzstelle, während sie die verschwitzten roten Haare wieder unter die Barettmütze schiebt. Der Mann neben ihr fährt sich ebenfalls durch seinen graumelierten Backenbart. Paul seufzt und erwidert den Blick seiner Kollegin.
»Und wieder ein Fehlschlag.« Er richtet sich auf und geht zu Petersen.
»Sollen wir noch die Umgebung absuchen? So weit können sie nicht sein.«
»Sechs Monate Recherche, für nichts.« Schnauft Petersen: »Wir stehen wieder am Anfang.« 

»Nicht ganz!«
Petersen dreht sich um. Er erblickt Lena vor sich, die mit ihren Fingern über eine Reifenspur aus angetrocknetem Matsch fährt.
»Was…?!«
»Immerhin wissen wir jetzt, dass wir nenn Maulwurf haben«, fährt sie Petersen ins Wort.
»Die Spuren hier wirken, organisiert, geplant, nicht wie ein überstürzter Aufbruch. Naja, zumindest das, was nicht bereits niedergetrampelt wurde.«
Petersen presst die Zähne zusammen.
»Ihre Uniform macht Sie nicht zur Ermittlerin. Haben wir uns verstanden! Anwärterin Summers!«
Lena kennt diesen Blick. Auch wenn er ihr einen leichten Schauer über den Rücken jagt.“
»Zurück auf ihren Posten!«, ergänzt Petersen.
Lena gehorcht und verdreht hinter ihrem Vorgesetzten die Augen, während Paul seine Kollegin mit einer ernsten Miene ansieht.
»Ich würde mich gern für meine Kollegin entschuldigen. Sie muss sich noch eingewöhnen«, sagt Paul zu Petersen, der sich gerade seinen Mantel zurechtrückt.
»Das hoffe ich doch. Ansonsten kann sie sich nach einem anderen Beruf umsehen«, schnauft er.
»Dennoch hat sie recht. Die bisherige Erfolgsquote ist dürftig, sogar eher null.«
Petersen holt Luft, verkneift sich aber seinen Kommentar.
Paul lächelt. »Das nächste Mal kriegen wir sie. Wir drehen noch eine Schleife, bevor wir ins Revier fahren, vielleicht finden wir ja noch etwas.« sagt er und klopft Petersen auf die Schulter.
»Musste das sein?«, fragt er seine Kollegin, die bereits am Wagen  auf ihn wartet.
»Wieso? Einer muss es dem Arschloch doch mal erklären. Alle anderen fehlen hierfür doch die Eier.«
Lena öffnet die Beifahrertür und steigt ein, während  Paul nur den Kopf schüttelt. Es liegt eine Spannung in der Luft, während Paul und Lena den Einsatzort verlassen, und Blicke wenden sich dem Oberhauptkommissar zu.
»Was glotzt ihr so blöd? Aufräumen und Abrücken!« Brüllt Petersen.

»Ich weiß ja, dass du nicht gern nach Regeln spielst. Aber du weißt schon, dass du dir so jegliche Karrieresprünge verbaust, oder?... Lena?« 
»Hey, alles gut bei dir?« Paul stupst sie an der Schulter.
»Mh, … ja, ja, alles gut. Ich war gerade nur in Gedanken. Mir geht Petersen nicht aus dem Kopf. Ich kenne ihn irgendwoher.«
»Wieso solltest du ihn nicht kennen? Er ist immerhin der Chef der Drogenfandung.«
»Nein, so meine ich das nicht. Eher als ob ich ihm vor Jahren schon mal begegnet wäre.«
Paul fängt an zu lachen
»Vielleicht hattet ihr mal ein Date, und das lief so schlecht, dass du es verdrängt hast.«
»Scheiße Paul, Klappe!« Lena boxt ihn gegen die Schulter. »Widerlich. Daran würde ich mich sicherlich erinnern. Außerdem ist er verheiratet.«
»Wer, Petersen? Nein, nicht dass ich wüsste, wieso?«
»Der große Abdruck an seinem Ring Finger«
»Ist mir nicht aufgefallen. Aber dass er eine Frau hat, würde ich wissen. Nein, Ralf ist mit seiner Arbeit verheiratet, da gibt es keinen Platz für andere.«
Die zwei durchfahren spärlich beleuchtete Straßen. Die wenigen Gaslaternen beleuchten leere Fabriken, in denen Obdachlose oft Unterschlupf suchen. Nach ein paar Minuten durchquert Paul ein großes Stadttor und verlässt den äußersten Ring Therins.
»Wir drehen hier noch eine Runde im dritten Ring, vielleicht finden wir noch etwas.«
»Okay«, antwortet Lena und stützt ihren Kopf auf der Hand ab.
»Was soll denn diese Motivation?« Lena wirft Paul einen flüchtigen Blick zu.
»Wir wissen doch beide, dass wir nichts finden werden, du willst dich nur vor dem Aufräumen drücken.«

Über Pauls Mund fährt ein Schmunzeln. Der 4-Zylinder knattert durch die Häuserschluchten. Die meisten Gebäude sind dunkel, Lenas Augen wandern durch die erleuchteten Kneipen und Diskotheken. Die letzten Bewohner der Stadt schwanken auf den Bürgersteigen. Frauen in viel zu dicken Mänteln weichen dem Licht des Streifenwagens unter tiefen Türzargen aus. Am Ende hat Lena recht behalten. Mit einem Stich weniger auf der Tankanzeige fahren sie in die zweite Ebene. Das Polizeirevier vor ihnen wirkt im Vergleich zu den umliegenden Fachwerk-Reihenhäusern wie ein Palast. Paul durchquert die Haupteinfahrt. Vorbei an einer großen Statue der Göttin Justitia, deren Waage über Lena zu pendeln scheint. Durch das Außenstrebwerk des Gebäudes, mit seinen steinernen Reichsgardisten. Ihren edlen Helmen, mit dem fächerartigen Kopfschmuck.


r/schreiben 1d ago

Autorenleben Welche Fragen habt ihr an erfolgreiche Autoren?

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Ich besuche immer wieder Lesungen im Buchhandel oder bei sonstigen veranstaltungen, weil es mich interessiert, wie die Autoren zu dem passen, was sie schreiben, und ob sie so aussehen, wie ich sie mir vorgestellt habe. Natürlich möchte ich auch von ihnen hören wie sie es geschafft haben erfolgreich zu werden und hoffe auf Tipps.

Mich interessiert, welche Fragen stellt ihr an Autoren bei einer Lesung? Oder welche Fragen würdet ihr stellen, wenn ihr bei einer Lesung dabei wärt?

Vielen Dank. 


r/schreiben 1d ago

Autorenleben Schreiben als Auszeit: Neues Subreddit r/KreativeAuszeit für Fabeln, Märchen und Seelengedichte (Vorstellung mit Erlaubnis der Mods)

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Hallo liebe Schreib-Community,

viele von uns kennen das: Der Alltag ist stressig, der Kopf ist voll, und manchmal verliert man im Leistungsdruck die reine Freude am kreativen Erschaffen.

Ich habe vor Kurzem ein kleines, rein privates und absolut werbefreies Herzensprojekt gestartet: r/KreativeAuszeit. Die Moderatoren hier waren so nett, mir zu erlauben, euch die Community kurz vorzustellen.

Plan ist es, jeden Samstag dort einen Prompt reinzustellen, um die grauen Zellen auf Trab zu bringen. Ich habe für mich festgestellt, dass es mir solche Schreibaufgaben helfen, wenn ich bei längeren Texten festsitze. Vielleicht geht es euch ja ähnlich.

Liebe Grüße,

Wildcat190580


r/schreiben 1d ago

Autorenleben Amazon KDP

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Heyho, mache zum erstenmal ein Thread. Und bin einwenig eingerostet, zurück zum Thema.

Habt ihr auch solche Probleme gehabt beim veröffentlichen auf Amazon KDP Kommentare zu kriegen?

Habe eine Humor/Satire Serie eingeführt und schon 42 Bestellungen während der kostenlosen Werbeaktion erhalten, leider kam dabei kein einziger Kommentar unter. Ich würde mich sogar über 1 Stern freuen wenn es mit einer Begründung ist.

Feedback ist immer wichtig.


r/schreiben 1d ago

Schreibhandwerk ist das eine gute Idee?

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Hi, ich schreibe gerade an meinem ersten Roman. Für einen Charakter habe ich mir überlegt die Dialoge absichtlich unnatürlich zu gestalten. Also in Richtung steif, informationslastig und Anfänge von ChatGPT. (Als kleines Foreshadowing auf eine spätere Enthüllung quasi.) Gleichzeitig möchte ich aber nicht das Leser das Interesse verlieren oder denken ich kann keine Dialoge schreiben...

Was haltet ihr von dieser Idee? Oder sollte ich vielleicht dafür sorgen, das sie nur an manchen Stellen so klingt?


r/schreiben 2d ago

Testleser gesucht Testleser gesucht – Liebesroman/Romance – erste 5 Kapitel

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Hallo zusammen,

ich schreibe gerade an einem Liebesroman und bin inzwischen bei der Überarbeitung. Bevor ich weiter daran arbeite, würde ich gerne ein paar unvoreingenommene Meinungen zu den ersten fünf Kapiteln bekommen.

Genre/Zielgruppe: Liebesroman/Romance für erwachsene Leserinnen und Leser.

Umfang: Die ersten fünf Kapitel umfassen ca. 4.300 Wörter bzw. 16 PDF-Seiten.

Kurze Inhaltsangabe:

Im Mittelpunkt stehen Elena und Matt, die sich während Elenas Urlaub an der Ostsee kennenlernen. Mehr möchte ich an dieser Stelle noch gar nicht verraten, weil mich gerade interessiert, wie die Geschichte auf jemanden wirkt, der vorher nichts darüber weiß.

Zeithorizont:

Es besteht kein großer Zeitdruck. Schön wäre eine Rückmeldung innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen.

Beim Feedback interessiert mich vor allem:

Kommt ihr gut in die Geschichte rein?

Wirken die Figuren und ihre Begegnungen glaubwürdig?

Funktioniert die beginnende Annäherung zwischen Elena und Matt oder geht es an manchen Stellen zu schnell oder zu langsam?

Gibt es Stellen, die euch konstruiert, unnatürlich oder überflüssig vorkommen?

Und für mich besonders wichtig: Würdet ihr nach Kapitel 5 weiterlesen wollen?

Es geht mir weniger um Rechtschreibung und Kommasetzung als um einen ehrlichen Eindruck von Geschichte, Figuren, Atmosphäre und Lesefluss. Ihr müsst also definitiv kein professionelles Lektorat abliefern. 😉

Die fünf Kapitel würde ich Interessierten gerne privat zukommen lassen.

Ich freue mich über ehrliches Feedback – ausdrücklich auch dann, wenn etwas für euch nicht funktioniert.


r/schreiben 2d ago

Testleser gesucht Testleser gesucht – postapokalyptische Romantasy/Soft Sci-Fi

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Edit: Vielen Dank für das bisherige Interesse! Aktuell habe ich die ersten Kapitel an fünf Freiwillige verschickt. Sollte ich nochmal Bedarf haben, werde ich mich wieder melden!

Ich suche 3–5 Testleser für die ersten ca. 50 Seiten meines abgeschlossenen postapokalyptischen Romantasy/Sci-Fi-Romans "Rise of Asharna - Geschmack von Staub" (insgesamt ca. 90.000 Wörter).

Besonders interessieren mich Figurenbindung, Einstieg, Spannung und Stellen, an denen ihr verwirrt seid oder aussteigt. Kein Lektorat und keine Fehlersuche nötig – ich möchte vor allem eure ehrliche Leserreaktion.

Kurzbeschreibung:
Eigentlich soll die verwöhnte Erbin Asharna Valerius einen anderen privilegierten Erben heiraten. Doch bevor es dazu kommt, wird sie von einem hasserfüllten Rebellen als Geisel genommen.

Als Asharna sich plötzlich auf einer Todesliste wiederfindet, bleibt ihr ausgerechnet ihr Entführer als einzige Chance zur Flucht. Getrieben von Verzweiflung und dem Wunsch nach Gerechtigkeit muss sie sich mit einem Mann verbünden, der für ihre Misere mitverantwortlich ist – ohne zu wissen, welchen Preis sie für ihr Überleben zahlen wird.

Wenn ihr Interesse habt, meldet euch gerne bis Mitte September 2026 bei mir. Für die Rückmeldung zu den ersten ca. 50 Seiten würde ich Ende September anpeilen.

Wenn ihr danach weiterlesen möchtet, bekommt ihr natürlich auch sehr gerne das vollständige Manuskript. :)


r/schreiben 3d ago

Schreibpartner gesucht Schreibpartnerin in Düsseldorf gesucht

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Liebe Schreibbegeisterte,

hat jemand Lust, sich regelmäßig mit mir zu gemeinsamen Schreibsessions im Café oder z. B. in der Mayerschen an der Kö zu verabreden?

Ich bin inzwischen in meinen Vierzigern und habe beschlossen, wieder mehr Zeit kreativ und schreibend zu verbringen – am liebsten mit einer Mitstreiterin. Seite an Seite arbeitet jede an ihrem eigenen Projekt, hält sich gegenseitig die Motivation wach, und der ein oder andere Beratungspausenkaffee ist natürlich auch willkommen. :-) So ungefähr stelle ich mir das vor.

Jobtechnisch könnte ich montags oder mittwochs tagsüber.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich hier jemand angesprochen fühlt. Meldet euch also gern!

Viele Grüße

Nicole


r/schreiben 3d ago

Kritik erwünscht Der Direktor 5

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Zwei Nächte später wartete ich im Tunnel im Park der Freundschaft. Der hieß wirklich so. Er lag am Ende des Platzes der Treue. Veligrad hatte es mit klingenden Namen.

Im Park der Freundschaft streckten die Männer und Frauen … na ja … vor allem die Männer, die diese klingenden Namen vergeben hatten, ihre steinernen Hände über die Wiesen hinweg in eine bessere Zukunft. Durch den wirren Grundriss des Parks zeigte jeder woandershin.

Von meinem Sitzplatz im breiten Tunnel neben der kleinen, blau gestrichenen Skaterbahn hatte ich zugesehen, wie sich ab dem Nachmittag die kleinen Kinder tummelten, die gegen Abend von immer größeren ausgewechselt wurden. Irgendwann leerte sich der Park. Ich hatte frei, Bier und Snacks dabei. Ein blühendes Klo an Oleanderbüschen. Und Slavidor leistete mir weiterhin Gesellschaft, als alle Menschen nach zwölf gegangen waren.

Die Statue mit Ritterhelm und Hussarenflügeln stand unweit der Bahn. Slavidor war eines von Archies großen Vorbildern. Außerhalb von Veligrad kannte den aber kaum einer. Er hatte unmittelbar mit der Gründungsgeschichte von Veligrad zu tun. Er soll sich mit seinem riesigen Heer nach dem glorreichen Rückzug aus einer blutigen Schlacht verirrt und an der Vela eine Bucht gefunden haben, die ihm und seinen Männern Wasser, Schutz und Überleben bot. Anschließend gründete er eine Stadt.

Herr Müller, der neben Mathe auch Geschichte unterrichtet hatte, hatte oft von ihm erzählt. Beim Abschluss gab es einen kleinen Test. Georg hatte sein Geburtsdatum falsch eingetragen und bekam eines mit dem Lineal gescheuert. Danach entwickelte er eine ungesunde Begeisterung für Slavidor und ließ sich mit sechzehn seine Lebensdaten, sein Konterfei und das Zeichen der örtlichen Patrioten tätowieren.
Irgendwann rollte eben dieser Georg aus den Büschen. Er war offensichtlich nicht völlig nüchtern. Ich hatte ihn in den vergangenen Jahren ein paarmal gesehen. Vor allem in der Bar. Er grinste breit und winkte den anderen. Mia, Reja, Theodor und noch ein paar Jüngere, deren Namen ich vergessen hatte und die sich wohl eher zufällig als bewusst dem Dunstkreis des ehemaligen Instituts angeschlossen hatten, kamen durch den Lichtkegel der Laterne in mein Versteck. Der Tunnel bot kuschelig Platz für uns alle. Hier hatte ich mal mit Georg geknutscht. In der zweiten Klasse und vor seinen Tattoos. Mia schob etwas Müll aus dem Tunnel und kauerte sich in unser aller Zentrum.

„Du bist gekommen, Lea?“, stellte Mia eine ihrer unnötigen rhetorischen Fragen.

„Jup. Aber ich weiß nicht genau, warum. Was wird das hier?“

„Er kommt bald raus und er braucht uns.“
„Um was zu tun?“

„Weißt du nicht mehr, wie es früher war?“

„Doch. Schmerzlich genau. Ich erinnere mich an den Keller, die Prügel, und Herr Frederiks blieb mir auch nicht erspart. Und das Arschloch wusste alles davon. Also: Warum genau soll es mich interessieren, dass er rauskommt?“

„Weil es früher immer noch besser war als heute. Die Stadt versinkt im Dreck. Ich hab keinen Job. Rejas Kinder bespucken sich zur Begrüßung gegenseitig in der Klasse, weil das zu Hause so gemacht wird, und Georg hat seine Wohnung verloren.“

„Bei Georg war es immer klar, dass er mal ein Penner wird. Da kann die Gesellschaft nichts dafür“, stellte ich gleichgültig fest.

Georg zeigte mir den Mittelfinger, blieb aber schweigend sitzen.

„Willst du nun helfen oder nicht?“

„Nein.“

„Okay. Anders: Du bekommst einen Job im Institut, wenn du zurückkommst. Clarissa hasst dich, aber wenn er es sagt, wird sie ein Plätzchen für dich finden. Kein Kellnern. Keine Bruchbude. Wir wären wieder alle zusammen.“

„Ich denke drüber nach.“

„Gut. In zwei Wochen. Er wird im Theater sprechen, und es ist jetzt schon fast ausgebucht. Kommst du?“
„Ich komme. Was jetzt?“

Jetzt wusste es keiner so genau. Wir saßen da, rauchten Georgs Zigaretten weg und besprachen die Zukunft. Dann holte einer der Praktikanten Bier, und wir versprachen die Vergangenheit. Dann waren die Praktikanten abgefüllt und knutschten in der Ecke des Tunnels, während wir gerührt der nächsten Generation von Institutsabsolventen zusahen.

„Weißt du noch?“, fragte Georg, der im Laufe des Abends immer näher gerückt war.


r/schreiben 4d ago

Kritik erwünscht Würdet ihr diesen Roman anhand des Klappentextes weiterlesen wollen?

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Ich hatte in der Pandemie während meines Abi die Idee einen Roman zu schreiben und seitdem sind der Plot und einzelne Szenen nur in meiner Notizenapp vergraben. Aktuell habe ich bisschen Zeit und überlege dieses Projekt fortzuführen. Was haltet ihr davon? Gerne Feedback :)

Hellseher müssen nicht immer falsch liegen.

Oz und Kit können die Zukunft zwar nicht sehen, doch sie sind sehr gut darin, Menschen glauben zu lassen, dass sie es können.

Was als Universitätsprojekt beginnt, bringt ihnen plötzlich genau das, womit Oz nie gerechnet hätte: Ruhm.

Doch nicht jeder ist von ihren Fähigkeiten überzeugt.

Eine Witwe will wissen, was wirklich mit ihrem Mann geschehen ist. Ein gefallener Polizist wittert die Chance, sich zu rehabilitieren.

Während sich die Schlinge aus Verdacht, Lügen und wachsender Aufmerksamkeit immer enger zieht, gerät Oz’ sorgfältig aufgebautes Spiel ins Wanken.

Und dann sieht ausgerechnet eine echte Hellseherin etwas in Oz’ Zukunft, das sie lieber nie erfahren hätte.

P.S: Klappentexte schreiben ist doch kniffliger als erwartet haha


r/schreiben 4d ago

Schreibhandwerk Figuren dem Leser besser bekannt machen?

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Hi, ich schreibe aktuell an einer eigenen Geschichte, und ich habe aktuell bisschen ein Problem damit, eine meiner Figuren so in die Geschichte zu integrieren, wie ich es gerne geplant hätte.

Zur Information: Die Geschichte spielt im Jahr 2100, also technisch etwas weiter als heute, aber kein ganz weit entwickeltes science fiction, eher Richtung -Viele Drohnen; -die ganze Welt hängt in einem hoch entwickelten, überall vernetztem Internet; die meiste Kommunikation wird von einem gigantische. Tech Konzern (namentlich NextWorld) überwacht und gesteuert, die sind auch ”die bösen”.

zu meinem Problem konkret: Ich habe aktuell den sehr sympathischen, ehrgeizigen und ambitionierten Ingenieur und Entwickler Elias Nygård, 32 Jahre, Norweger, eingeführt. Dieser ist ein Entwickler, der für NextWorld eine neue Generation Drohnen entwickelt, und (was wichtig ist) einen neuen, verschlüsselten Kommunikationsweg zur Wartung angelegt, der später noch sehr, sehr wichtig wird.

Meine Idee war, dass ich, um Spannung und Action in die Geschichte bekomme, Elias dem Leser wichtig werden lasse.

Später soll er dann (leider) sterben, und das soll halt weniger dieser “oh schade, der Hacker ist tot”, sondern mehr wie “Oh Scheiße, der Elias ist tot, der war doch wichtig, 😭” werden.

Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich Elias so wichtig und vor allem so beliebt werden lassen kann, dass er dem Leser wichtig wird. Und falls jemand ne passende Idee für seinen Tod hat, würde ich mich auch freuen. Priorität ist aber die Zuneigung des Lesers.

Info: Ist mein erster Post hier, als bitte sorry falls was falsch sein sollte.


r/schreiben 5d ago

Autorenleben Meine 5 größten Fails in 10 Jahren Selfpublishing

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Ich schreibe Gruselgeschichten, seit ich mit 8 Jahren eine Kinderversion von Stokers "Dracula" in die Hände bekommen habe. Vor inzwischen fast elf Jahren habe ich mit dem Selfpublishing begonnen und fast genauso lange mache ich das hauptberuflich. (Selfpublisherin bin ich überigens aus Überzeugung, ich habe es nie versucht, bei Verlagen unterzukommen.)

Da blieb viel Zeit, um einige Fehler zu machen. Meine top 5 verrate ich euch hier:

1 - Von mir auf andere schließen: Nur weil ich selbst bspw. keine Hörbücher höre, heißt das nicht, dass es keinen Markt dafür gibt. Der wurde in den letzten Jahren ziemlich groß und ich hätte mich wahrscheinlich früher damit befassen sollen.

2 - Bucherfolg übertragen wollen: Was bei einem Buch super geklappt hat, klappt nicht automatisch auch beim nächsten, nur weil man alles, was den Veröffentlichungsprozess angeht, zu wiederholen versucht.

3 - Übersetzung zur Zielgruppenvergrößerung: Läuft nicht automatisch. Da die englische Übersetzung meines deutschen Schreibratgebers, super angekommen ist, wollte ich schauen, ob das im Horrorbereich auch klappt. Daher habe ich meinen Horrorsplatterroman professionell übersetzen lassen. Die englische Version hat leider keinen Fuß in die Buchmarkt-Tür bekommen.

4 - Mich etwas nicht trauen: Eigene Grenzen zu überwinden, ist absolut wichtig. Das ein oder andere Mal habe ich aber Dinge abgelehnt, weil ich noch nicht so weit war, über meinen Schatten zu springen. Learning: Nicht alles zerdenken, mehr Mut. ^^

5 - Pausen auslassen: Ob bewusst oder unbewusst oder egal aus welchen Gründen. Immer wieder lasse ich mich dazu hinreißen, noch schnell dies oder das zu erledigen - auch an Tagen, die ich eigentlich frei haben wollte. Es ist absolut wichtig für die Kreativität und die eigene Gesundheit, regelmäßig Pausen zu machen. Das übe ich noch.

Aus welchen Fehlern habt ihr bisher am meisten gelernt? Nicht nur als Autoren, auch sonst im alltäglichen Leben?

P.S.: Auf Bitten der Mod habe ich beim 3. Punkt meine Buchtitel entfernt. Ich wollte keine Scheichwerbung machen, sorry!


r/schreiben 5d ago

Schreibhandwerk Wie macht ihr das mit mehreren POVs?

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r/schreiben 6d ago

Kritik erwünscht Die Wahrheit

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Das ist eine Idee für eine längere Geschichte. Es ist nicht der Anfang, aber auch irgendwie nicht mittendrinnen. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich mit diesem Text anfangen werde. Aber bisschen Kontext: Diese drei Freunde werden zu diesen Abendessen geführt. Weil ihr gemeinsamer Freund Jerome verschwunden ist, willigen sie ein. Wärend dieser Abendessen bekommen sie ein strictes Protokoll, das sie verfolgen müssen.
Also, was haltet ihr von diesem Auschnitt?

Wie immer war die Vorspeise schon auf unseren Tellern, bevor wir Platz nahmen. Heute sah der erste Gang unseres Menüs aus wie eine Suppe, in der ekelhaft grüne Stücke etwas glibberiges schwammen.

Obwohl ich mir sicher war, das keine meiner Freunde begeistert von unserem heutigen Abendessen waren, waagte es keiner von uns, etwas gegen die Suppe einzuwenden.

Also nahmen wir alle schweigend an unseren gewöhnlichen Stühlen Plaz, und wünschten uns mit einem wohlwissenden Blick Glück.

Die kleinen versilberten Glocken standen rechts neben unseren Tellern. Ich konnte schon, bevor ich den Rest des Tischgedecks musterte, erahnen, was sich unter ihnen Verbarg. Und so schreklich ich mich bei dem Gedanken auch fühle, konnte ich nur an eines denken. Hoffendlich bin es nicht ich. So hässlich es sich anhörte, ich war mir sicher, das Lacy und Noel nicht anders denken konnten. Trozdem würde es einen von uns treffen.

“Wollen wir anfangen?”, fragte ich mit zittriger Stimme und bemühte mich, den Ton zu treffen, der mich gestern Abend vor der Bestrafung bewahrt hatte.

Lacy waagte es noch immer nicht, ihren Mund zu öffnen, und nickte mir nur zustimmend zu.

“Lasst uns anfangen.”, sprach ich laut, und nahm mein mit Wein gefülltes Glas in die Finger. Kurz darauf tat Lacy es mir gleich und hob ihr Glas zur Tischmitte. Noel, der heute seltsam ruhig schien, antworte überhaupt nicht.

Mein Herzschlag beschleunigte sich, und ich versuchte es mit einem unaufälligen Räuspern. Erst jetzt sprach Noel mir nach, während er wie fixiert auf seinen sauber blitzenden Teller starrte.

“Lasst uns anfangen.”, murmelte er leise. Ich konnte nur stillschweigend hofften, das sie ihn gehört hatten.

Wiederwillig rühte ich in meiner Suppenschüssel herum, und nahm eines der grünen Schleinklötze auf.

Ohne weiter darüber nachzudenken schob ich mir einen Löffel der öligen Brühe in dem Mund und schluckte sie. Sie schmeckte nach nichts, das ich bereits kannte, aber trozdem war ich mir relativ sicher, das es uns nicht vergifften würde. Hoffendlich.

Die Schüssel leerte sich schneller, als ich erwartet hatte. Aber anscheinend schien mein Hunger mich einzuholen. Dabei wünschte ich, sie wäre immernoch genauso gefüllt wie vor wenigen Minuten. Denn jetzt käme der schwierige Teil.

Wieder ergriff ich das Wort, da ich Angst hatte, niemand von den anderen würde es tun.

Ich sah hinunter in meine leere Suppenschale, die im grellen Licht der Kronleuchter reflektietrte.

“Ich beende meinen Gang.”, flüsterte ich unsicher und sah endlich zu meinen Freunden auf. Lacys Augen waren gefüllt mit einen hilflosen Flimmern, das in ihren tränengefüllten Augen glitzerte.Das gleiche Flimmern, das ich auch in Noels Pupillen erkennen konnte, als er zu mir sah.


r/schreiben 6d ago

Schreibhandwerk Schreibübung #5: Was ist der Subtext von Subtext?

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r/schreiben 7d ago

Autorenleben Warum schreibt ihr Romane?

17 Upvotes

An alle, die am liebsten an langen Formen arbeiten und keine bereits etablierten Autor*innen sind:

mich interessiert total, warum ihr schreibt.
Es ist ja schließlich jedes Mal ein absolutes Mammutprojekt, für das man einen unglaublich langen Atem braucht.

Habt ihr die (vielleicht insgeheime) Hoffnung, dass ihr eines Tages veröffentlichen werdet und damit Anerkennung bekommt oder gar damit Geld verdienen könnt?
Oder macht ihr das tatsächlich nur für euch, wenn ja was ist dann eure Motivation?

Würde mich über eure ehrlichen Gedanken dazu freuen.


r/schreiben 7d ago

Kritik erwünscht Lebensform

7 Upvotes

Die Erde ist rund. Die Planeten sind rund und beschreiben eine kreisrunde Laufbahn um eine runde Sonne, eingebettet in eine Anhäufung weiterer runder Sterne, die gemeinsam eine runde Galaxie ergeben. Unsere Augen sind rund und eine runde Iris umrundet eine runde Pupille. In der Natur findet man runde Blätter zu runden Früchten, auf denen runde Regentropfen plätschern, die sich am Boden in einer runden Pfütze sammeln.

Der Mensch lebt in eckigen Häusern, geht durch eckige Türen in eckige Räume, setzt sich auf eckige Möbelstücke und blickt auf einen eckigen Monitor. Er legt seine eckige Zeitschrift auf den eckigen Tisch ab, der auf einem eckigen Teppich steht, welcher wiederum auf eckigen Fliesen liegt. Und zum Abendessen schließlich Toast. Bevor der Mensch im eckigen Bettchen ruht und von einem runden Leben träumt.


r/schreiben 7d ago

Autorenleben Auslöser endlich mit dem Schreiben anzufangen?

5 Upvotes

Was war bei euch der Auslöser endlich mit dem Schreiben anzufangen? Schwanger bin ich schon lange mit dem Gedanken. Im Moment denk ich stundenlang darüber nach was ich alles brauche um gut zu schreiben anstatt anzufangen.... Wie ging es euch oder wem geht es noch so?


r/schreiben 7d ago

Autorenleben Das soll niemand persönlich nehmen - aber habt ihr nicht Angst, wenn ihr hier Geschichten/Texte postet, dass jemand es klaut?

6 Upvotes

🙃


r/schreiben 7d ago

Die Vögel 3

4 Upvotes

Die dunkelgrüne Weinflasche funkelte verheißungsvoll im Licht der Nachtlampe. Das Weinrot war bei diesem Licht schwarz. Die Vögel zwitscherten in ihrem Nest. Eine große, bauchige Kristallvase mit einem Gitter darüber. Ich hatte sie auf dem Markt gekauft. Weil zu viele von ihnen in einem Käfig zusammengepfercht gewesen waren. Und weil ich Gesellschaft brauchte, die mich nicht ansprach, aber unterhielt. Dann war mir aufgefallen, dass ich gar keinen Käfig hatte. Aber die Vase von Mama. Das passende Gitter hatte ich nach kurzer Suche im Müll gefunden.

In der kleinen Straße links vom Institut türmten sich große und kleine Müllberge zwischen bauchigen Containern. Die Müllmänner hatten aufgegeben. Sie leerten nur die Container. Was herunterfiel, wurde Teil der Straße. Und es fiel oft etwas herunter. Manchmal landete ein kleiner, gut verschnürter Müllsack mit einem Platsch auf dem Boden. Manchmal, wenn der Anrainer gut zielen konnte, im Container. Auf jeden Fall gab es hier alles, um einen Käfig zu improvisieren.
Später stellte ich fest, dass die beiden Vögel ein Paar waren. Sie vögelten so lange, bis einer von ihnen Eier legte. Jetzt hatte ich eine Kristallvase mit entstehendem Leben darin. Daneben meine Flasche und ein paar weitere, über das kleine Zimmer verteilt. Es sah eigentlich so ähnlich aus wie mein Zimmer am Institut. Bett, Tisch, Schrank und eine Tür ins Bad. Nur war es schmutziger, weil es hier keine Morgenbegehung gab, und ich musste es selbst bezahlen. Deswegen war es auch kleiner.

Ich lag in meinem Bett, und die Decke drehte sich. Ich hätte nicht so viel trinken sollen. Reja war schuld. Vier Jahre lang hatte ich sie nicht gesehen und dann in der Bar im Erdgeschoss getroffen. Kurz nach Dienstschluss. Sie hatte sich kaum verändert. Der strenge Dutt des Instituts, der dunkelblaue Rock. Sie sah noch immer wie eine Schülerin der Abschlussklasse aus. Nur größer, breiter und mit einem länglicheren Gesicht.

Vor dem fünften Bier hatte sie von Mia und den anderen erzählt. Georg war als Praktikant am Institut geblieben. Mia studierte Rechtswissenschaften und arbeitete sich in den Fall des Hauses und des Direktors ein. Reja war neben ihrem Pädagogikstudium für das Ankommen der Erstklässler zuständig. Seit Clarissa übernommen hatte, gab es Tutorengruppen für Siebenjährige und Vertrauenslehrer mit einem eigenen Büro im Keller.
Und ich – ich hatte nach der Verhaftung des Direktors keinen Fuß mehr in das Institut gesetzt. Zuerst war ich bei meinen Eltern. Aber nach ein paar Wochen freuten sie sich nicht mehr über ihr Kind im eigenen Haus. Sie gaben mir mein Zeug und die Vase und ließen mich ziehen. Ich fand das hier … ein paar Straßen vom Institut entfernt. Ich kannte die Gegend und fing in der Bar an, vor der man uns am Institut immer gewarnt hatte. Und es stellte sich heraus: Nicht alle Kellnerinnen waren Nutten. Nur die, die es sein wollten.

Auf jeden Fall … drehte sich die Decke, und ich konnte nicht schlafen. In der nächsten Nacht wieder und in der nächsten auch. Doch das war nicht das Schlimmste. Schlimm war die ständige Übelkeit. Es lag nicht am Alkohol. Ich hatte tatsächlich mal in unserer Bar gegessen. Der Burger schmeckte wie befürchtet, und seitdem trug ich irgendetwas im Magen herum, das sich der lösenden Wirkung des Weins widersetzte.

Die Vögel schimpften mit mir. Sie verlangten auch ständig Futter, das ich ihnen verantwortungsbewusst täglich gab. Doch sie schimpften weiter. Vor allem morgens. So lange, bis ich spürte, dass ich mich übergeben musste. Auf mich, das Bett oder den Nachttisch. Ich schleuderte die Decke von mir und sprang auf den klebrigen Boden. Irgendetwas krachte laut, doch ich hörte es nur als Hintergrundrauschen neben dem Pochen in meinen Schläfen und Eingeweiden. Ich torkelte gegen die Tür, landete neben der Kloschüssel und kotzte alles aus. Dann schlief ich endlich.

Am nächsten Morgen – ich merkte es an dem Licht, das durch die halboffene Tür fiel – wachte ich auf. Von der Kälte des Porzellans, den Kopfschmerzen und dem Gestank. Alles klebte, und ich klebte in meiner Position am Boden. Eine kleine Blutlache war um meine Füße geronnen. Ein paar rote Abdrücke führten von der Tür zu mir. Draußen war es still. Ich erhob mich langsam und zitternd und ging ein paar Schritte zur Tür. Sie ging knarrend auf, und ich verzog das Gesicht. Die Sonne tat mir in den Augen weh. Etwas glitzerte auf dem Boden neben meinem Bett, eingehüllt in meine Decke.

Meine Vögel lagen da. Leise zwischen funkelnden grünen Glassplittern, Kristall und Blut. Meinem, aus dem Fuß, den ich mir beim Rausspringen aufgeschnitten hatte, und ihrem eigenen. Die Eier lagen daneben im Nest aus Stroh und Zweigen. Darauf ein besonders schweres Stück Kristall vom Boden der Vase. Mir wurde gleich noch einmal schlecht. Doch da war nichts mehr, was ich loswerden konnte. Ich blieb stehen. Lange. Und dann ging ich langsam und leise in die Dusche. Stand darin, bis das warme Wasser alle war. Dann räumte ich auf. Alles Glas in einen Müllsack und in die Müllstraße. Alle Vögel in eine verzierte Kiste und in das kleine Stück Erde mit Bäumchen im Innenhof. An dem Abend ging ich nicht zur Arbeit. Ich blieb im Zimmer. So fand mich Mia, die vorbeigekommen war.

„In der Bar hat man gesagt, du wärst krank?“
„Bin ich auch“, sagte ich teilnahmslos und sah auf den leeren und sauber gewischten Nachttisch


r/schreiben 7d ago

Schreibhandwerk Aller Anfang ist schwer

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Hallo reddit

An alle Schreiberlinge da draußen, ich bitte um hilfe.

Mein Hirn beschäftigt sich seit mindestens zwei Jahren mit einer Geschichte, von einer fixen Idee aus reinem Zeitvertreib und realitätsflucht heraus entwickelte es sich zu ca. 1300 Seiten Rohmaterial. Eine handvoll szenen ausgeschrieben, ansonsten grob skizzierte Ereignisse die den Rahmen einer Geschichte bilden.

Ich habe selbst nie daran gedacht es "richtig" niederzuschreiben bis eine Freundin mir sagte, dass es zu Schade wäre und es immerhin einen Versuch wert ist. Angespornt von ihren Worten wollte ich es versuchen... aber wie der Titel bereits sagt, ich weiß nicht wie man das macht. Ich stehe gefühlt mit Flip Fliops vor dem Mount Everest und möchte ihn erklimmen doch gebe schon auf bevor ich auf den ersten Stein trete.

Sobald ich denke, so jetzt fange ich an baut sich Druck auf und ich blicke gleich auf das große Ganze, sehe logiklücken im späteren Verlauf, denke der erste Satz muss schon perfekt sein, in welcher Perspektive möchte ich überhaupt erzählen, beschäftige mich wochenlang mit den "perfekten" Namen für die Charaktere, etc.

Wie fangt ihr an? Wie sortiert ihr die Handlung? Wie findet ihr die richtigen Worte?

Womit zur Hölle fängt man an?


r/schreiben 8d ago

Autorenleben Ende der Geschichte

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Hallo zusammen,

ich bin schon immer furchtbar im Schreiben, aber mir ging eine Geschichte nicht mehr aus dem Kopf und dann habe ich sie einfach aufgeschrieben. Jetzt, über 100.000 Wörter später, fühlt sich das irgendwie seltsam an. Sie ist einfach vorbei. Die Geschichte ist schlecht und niemand wird sie je lesen. Das ist für mich kein Problem, ich will das auch nicht, aber ich bin traurig, dass sie zu Ende ist. Kennt ihr das? Was mache ich jetzt mit dem ganzen Unsinn auf Papier?

Ich wusste zu Beginn schon, wie sie enden würde, hatte viele Einzelheiten im Kopf, trotzdem bin ich jetzt vollkommen überrumpelt.

Liegt es vielleicht daran, dass ich noch nie etwas geschrieben habe? Wie kann einen etwas, mit dem man sich so intensiv beschäftigt hat, so überraschen?

Naja, vielleicht brennt sie gut in schlechten Zeiten.

Ich hoffe, ich verstoße nicht gegen irgendwelche Regeln und habe den richtigen Flair gewählt... Musste das nur irgendwie loswerden und kann es mit niemandem sonst teilen.


r/schreiben 8d ago

Schreibhandwerk Meine Planungstabelle :)

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