Das ist eine Idee für eine längere Geschichte. Es ist nicht der Anfang, aber auch irgendwie nicht mittendrinnen. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich mit diesem Text anfangen werde. Aber bisschen Kontext: Diese drei Freunde werden zu diesen Abendessen geführt. Weil ihr gemeinsamer Freund Jerome verschwunden ist, willigen sie ein. Wärend dieser Abendessen bekommen sie ein strictes Protokoll, das sie verfolgen müssen.
Also, was haltet ihr von diesem Auschnitt?
Wie immer war die Vorspeise schon auf unseren Tellern, bevor wir Platz nahmen. Heute sah der erste Gang unseres Menüs aus wie eine Suppe, in der ekelhaft grüne Stücke etwas glibberiges schwammen.
Obwohl ich mir sicher war, das keine meiner Freunde begeistert von unserem heutigen Abendessen waren, waagte es keiner von uns, etwas gegen die Suppe einzuwenden.
Also nahmen wir alle schweigend an unseren gewöhnlichen Stühlen Plaz, und wünschten uns mit einem wohlwissenden Blick Glück.
Die kleinen versilberten Glocken standen rechts neben unseren Tellern. Ich konnte schon, bevor ich den Rest des Tischgedecks musterte, erahnen, was sich unter ihnen Verbarg. Und so schreklich ich mich bei dem Gedanken auch fühle, konnte ich nur an eines denken. Hoffendlich bin es nicht ich. So hässlich es sich anhörte, ich war mir sicher, das Lacy und Noel nicht anders denken konnten. Trozdem würde es einen von uns treffen.
“Wollen wir anfangen?”, fragte ich mit zittriger Stimme und bemühte mich, den Ton zu treffen, der mich gestern Abend vor der Bestrafung bewahrt hatte.
Lacy waagte es noch immer nicht, ihren Mund zu öffnen, und nickte mir nur zustimmend zu.
“Lasst uns anfangen.”, sprach ich laut, und nahm mein mit Wein gefülltes Glas in die Finger. Kurz darauf tat Lacy es mir gleich und hob ihr Glas zur Tischmitte. Noel, der heute seltsam ruhig schien, antworte überhaupt nicht.
Mein Herzschlag beschleunigte sich, und ich versuchte es mit einem unaufälligen Räuspern. Erst jetzt sprach Noel mir nach, während er wie fixiert auf seinen sauber blitzenden Teller starrte.
“Lasst uns anfangen.”, murmelte er leise. Ich konnte nur stillschweigend hofften, das sie ihn gehört hatten.
Wiederwillig rühte ich in meiner Suppenschüssel herum, und nahm eines der grünen Schleinklötze auf.
Ohne weiter darüber nachzudenken schob ich mir einen Löffel der öligen Brühe in dem Mund und schluckte sie. Sie schmeckte nach nichts, das ich bereits kannte, aber trozdem war ich mir relativ sicher, das es uns nicht vergifften würde. Hoffendlich.
Die Schüssel leerte sich schneller, als ich erwartet hatte. Aber anscheinend schien mein Hunger mich einzuholen. Dabei wünschte ich, sie wäre immernoch genauso gefüllt wie vor wenigen Minuten. Denn jetzt käme der schwierige Teil.
Wieder ergriff ich das Wort, da ich Angst hatte, niemand von den anderen würde es tun.
Ich sah hinunter in meine leere Suppenschale, die im grellen Licht der Kronleuchter reflektietrte.
“Ich beende meinen Gang.”, flüsterte ich unsicher und sah endlich zu meinen Freunden auf. Lacys Augen waren gefüllt mit einen hilflosen Flimmern, das in ihren tränengefüllten Augen glitzerte.Das gleiche Flimmern, das ich auch in Noels Pupillen erkennen konnte, als er zu mir sah.